Informationen

OMV Pläne im Bezirk Mistelbach

Die OMV plant(e) cirka 50 Bohrplätze im Bezirk Mistelbach mit jeweils 25 Frack Bohrungen und einer oberirdisch geführte Pipeline von Herrnbaumgarten nach Auersthal. Diese Pipeline ist nur der Beginn für die geplanten Probebohrungen. Nach und nach müssen sämtliche anderen Bohrplätze mit oberirdischen Rohranlagen querfeldein angeschlossen werden.

Die Pläne der OMV, deren Auswirkungen und missverständlichen Darstellungen haben wir in einer Unterlage zusammengefasst. Wenn Du wissen möchtest was Fracking in deinem Wohn- und Lebensgebiet bedeutet, kannst du hier eine objektive Aufbereitung des Themas zur Kenntnis nehmen.

Zusammenfassung Schiefergasfracking im Weinviertel

Warum Schiefergasfracking weder ökonomisch Sinn macht noch ökologisch tragbar ist, kannst du hier detailreich nachlesen.

Schiefergasfracking ist ökonomisch und ökologisch keine Lösung

Aber warum berichten dennoch Medien die Lüge von 30-jährigem Gasvorkommen und Green-Fracking? Presse und Standard-Artikel zeichnen dazu ein Bild, welches wir in einem offenen Brief an den Umweltschutzdachverband zusammengefasst haben. Wer sind die treibenden Kräfte hinter Fracking, wer schweigt und wer stellt sich dagegen?

Was steckt dahinter? Wer profitiert von Schiefergas-Fracking? Wer nicht?

Bereits seit 2012 schwebt Schiefergasfracking wie ein Damoklesschwert über unseren Köpfen und stellt für uns alle im Weinviertel eine reale wesentliche existenzielle Bedrohung dar. Es geht hierbei um die Ausbeutung und Vergiftung unseres Trinkwassers, der Gefahr an Leib und Leben aller hier lebenden Generationen, Landversiegelung und Emissionen rund um die Uhr für 30 Jahre. Daher verfolgen wir, neben der Verhinderung dieses Wahnsinns, ein klares politisches Ziel:

Wir Bürger bestehen darauf, dass ein Fracking-Verbot in die Niederösterreichische Landesverfassung aufgenommen wird nach Vorarlberger Vorbild. Genauso wie in der Heimat von Herrn Brunners Familie. Damit wir uns um unsere Kinder, unsere Tiere und Landwirtschaft, unser Hab und Gut genauso wie Herr Brunner keine Sorgen machen müssen

 

Stoppt Fracking und die Schiefergasförderung!

Erdgas wird als effiziente, reichlich vorhandene und CO2-arme Energiequelle gepriesen. Aber eine  bestimmte Art der Förderung, das Hydraulic Fracturing – auch ‚fracking‘ genannt —  erfordert risikoreiche Prozesse, die verheerende Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt haben können. Beim Fracking wird ein  2-3 km tiefes Loch in Schiefergestein gebohrt. Anschließend wird eine toxische Mischung aus Chemikalien, Sand und Wasser unter hohem Druck eingepumpt. Erdgasproduzenten wollen diese Art der Schiefergasförderung  auf ganz Europa ausweiten.

Warum sollten wir darüber besorgt sein? Zunächst  benötigt Fracking enorme Mengen an Süßwasser. Ein vollständiger Zyklus verbraucht bis zu 19 Millionen Liter. Das würde ausreichen, um 1000 Europäer ein Jahr lang mit Wasser zu versorgen. Stattdessen verursacht Fracking große Mengen flüssigen Giftmülls. Bei jedem Durchgang werden 80-300 Tonnen giftiger Chemikalien in die Erde gepumpt, darunter flüchtige organische Verbindungen, Weichmacher und Petrochemikalien. Außerdem  setzt Fracking natürlich vorkommende radioaktive Elemente und Schwermetalle frei, die so ebenfalls an die Oberfläche gelangen. Einige dieser Substanzen haben gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit.

Doch was passiert mit all diesen giftigen, radioaktiven Abfällen? Ein Teil davon wird  vorsätzlich verdampft, obwohl das zur Freisetzung von krebserregenden Stoffen in die Luft führt. Der verbleibende flüssige Abfall wird in Kläranlagen geleitet. Doch die meisten Kläranlagen sind nicht auf die Filterung von Schwermetallen oder radioaktiven Elementen ausgerichtet. Bis zu 80%, also der größte Teil der giftigen Flüssigkeit, verbleiben  nach dem Schließen des Bohrlochs  im Untergrund. Leckagen, Verunreinigungen und technisches oder menschliches Versagen können jederzeit zur Gefahr für unsere Trinkwasservorräte werden. Sauberes Wasser ist unsere wichtigste und lebensnotwendigste Ressource.

Mehr und mehr Gemeinden zeigen sich besorgt über die Ausbreitung von Fracking-Aktivitäten. Wollen wir wirklich unsere Gesundheit aufs Spiel setzen, nur um uns weiterhin von einem (nicht nachhaltigen), und noch schmutzigeren fossilen Brennstoff abhängig zu machen?

Schiefergas leistet keinen Beitrag zur Energieversorgung der Zukunft. Anstatt dessen müssen wir auf erneuerbare Energien setzen – unserer Umwelt und Gesundheit zuliebe,   und um unsere Energie- und Klimaziele zu erreichen. Deswegen müssen wir Fracking und Schiefergasförderung verbieten bevor es zu spät ist!


Gasland

Gasland ist US-amerikanischer Dokumentarfilm aus dem Jahr 2010 über die Auswirkungen der Tiefbohrtechnik Fracking, mit der Erdgasvorkommen erschlossen werden. Er wurde von dem Filmemacher Josh Fox geschrieben und in Szene gesetzt. Fox reiste durch mehrere betroffene Regionen der USA. Der Film präsentiert Aussagen und Erlebnisse der von negativen Auswirkungen betroffenen Anwohner und lässt zahlreiche Experten zu Wort kommen. Der Film erhielt 2011 eine Oscar-Nominierung als „Bester Dokumentarfilm“, einen Emmy und weitere Preise.