Unterstützung Frackingverbot

Unter folgendem Link haben wir eine simple Stellungnahme zur aktuellen UVP-Gesetz-Novellierung abgegeben. Wir möchten euch bitten diese zu unterstützen. Das könnt ihr durch aufrufen des unten angeführten Links und Angabe Eurer Daten.

„Fracking-Verbot in Österreich über UVP-G regeln/generelle UVP-Pflicht für Aufsuchung und Förderung von Erdgas und Erdöl

Wir fordern im Rahmen der UVP-G-Novelle ein generelles Fracking-Verbot in Österreich zu verankern. Ferner fordern wir eine generelle UVP-Pflicht für Aufsuchung und Förderung von Erdgas und Erdöl in der UVP-G-Novelle zu verankern.“

Link zur Stellungnahme:
https://www.parlament.gv.at/gegenstand/XXVII/SN/276660

Link zur Unterstützung der Stellungnahme:
https://www.parlament.gv.at/gegenstand/XXVII/SN/276660?selectedStage=103

Statements der Parteien zu Fracking

Stichwort Fracking-Verbot: Wie stehen Sie dazu?

Manfred Schulz (ÖVP): Dazu gibt es ein ganz klares NEIN.

Claudia Musil (SPÖ): Wir sind beim momentanen Stand der Technik gegen das Fracking. Das OMV-Geothermieprojekt, um mit Heißwasser aus der Tiefe Fernheiznetze zu betreiben, ist zukunftsträchtig.

Michael Bernard (FPÖ): Dieses Thema ist sehr komplex und kann nicht in ein oder zwei Sätzen abgehandelt werden. Wir Freiheitlichen sind gegen das früher bekannte Fracking, (amerikanische Methode).

Christian Schrefel (Grüne): Ein klares nein zum Fracking. Die Grüne Bundesministerin Leonore Gewessler und unsere Spitzenkandidatin Helga Krismer fordern hier ein klares gesetzliches Verbot.

Leo Holy (NEOS): Ich halte Fracking im Weinviertel für wenig realistisch. Einerseits braucht es dafür viel Wasser, was das Problem für die Region und insbesondere die Landwirtschaft verstärkt.

Der ganze Artikel:

https://www.noen.at/mistelbach/bezirk-mistelbach-fuenf-fragen-an-die-kandidaten-der-landtagswahl-bezirk-mistelbach-landtagswahl-2023-darueber-spricht-noe-manfred-schulz-claudia-musil-michael-bernard-christian-schrefel-leo-holy-redaktion-print-351886297

Offener Brief an die FPÖ Niederösterreich

Sehr geehrte Damen und Herren,

uns wurde zur Kenntnis gebracht, dass unten zitierter Beitrag von Ihnen stammt. Wir möchten sie auf Ergänzungen hinweisen die wesentlich sind. Leider ist keine Aussage richtig und Ihre Einstellung zu Fracking in Niederösterreich mitunter sehr gefährlich.

  • „…Dort wo Niederösterreich Rohstoffe besitzt…“
    Es gibt aus dem Jahr 2012 Aussagen von Herrn Veit und Herrn Roiss (beide damals OMV), dass im Weinviertel Schiefergasvorkommen von jährlich 8 Milliarden QM Gas für 20 bis 30 Jahre vorkommen. Herr Veit schätzte die Wahrscheinlichkeit auf Gas zu stoßen lediglich auf 20%! Diese Aussagen damals waren nur Schätzungen und basieren auf keinen realen Messungen. In den Jahren 2017 und 2021 wurden dann reale Messungen durch die MontanUni Leoben sowie der Geologischen Bundesanstalt durchgeführt. Beide ergaben, dass der TOC Anteil weit unter 2% liegt. Es also KEIN Schiefergas in den doch sehr massiven Tonsteinschichten gibt! Die heute in den Medien transportierten „Schätze für 30 Jahre“ stimmen nicht! Selbst wenn die zehn Jahre alte Schätzung gegenüber den jüngst realen Messungen stimmen sollten, reichen sie nicht für 30 Jahre, da der Verbrauch bereits bei 12 Milliarden QM Gas pro Jahr liegt – nicht nur bei 8Milliarden QM.
  • „…Montanuniversität Leoben entwickelte Technik…“
    Bereits im Jahr 2011 versuchte Halliburton Clean Fracking und scheiterte dabei. Der Trinkwasserverbrauch war doppelt so hoch, die Wiederverwendbarkeit des Frack Fluids lag nur bei 17% und es konnte kaum Schiefergas gefördert werden. Aus diesem Grund wurde diese Methode auch nie wieder verwendet. Herr Hofstätter von der MontanUni Leoben griff diese Idee auf und stellte sie 2012 als „Österreichischen Weg“ vor. Danach wurde daraus „Clean Fracking“, „Green Fracking“ bis es heute „BIO Fracking“ heißt. Die Methode ist aber seit 2011 dieselbe. Es ist technisch NICHT möglich auf Biozide oder Petroleumdestillaten zu verzichten, da ansonsten die aufgebrochenen Steinschichten bakteriell verschlossen werden oder die Anlage schlichtweg wegrostet. Das weiß Herr Hofstätter auch und greift in seinem Patent in Absatz 5 daher auch auf bestehendes, also bereits kontaminiertes Lagerstättenwasser zurück. Greenwashing nennt man das. Ihr Parteikollege Herr Hofer erkannte das bereits 2014 als er genau dazu eine parlamentarische Anfrage stellte; Dass man ein hochtoxisches Verfahren über die Hintertüre etablieren möchte. Bio-Fracking ist technisch nicht möglich, das wurde 2011 bewiesen und NIEMAND weltweit setzte Herrn Hofstätters Methode seit zehn Jahren auch nur ein einziges Mal ein!
  • „…über 3.000 m tief in die Erde geschossen. Da unten gibt’s weder Grundwasser…“
    Ihre Aussage ist zwar richtig aber der Schluss daraus ist nicht richtig. In einem der größte Shale Gas Fields in den USA in Pennsylvania (Marcellus Formation) waren über 40% (!!) der Trinkwasservorkommen betroffen!. Daher wurde dort bereits 2008 Hydraulic Fracturing verboten! In den USA! Entgegen vielen Behauptungen wurde dort nicht nur in ein paar Hundert Meter Tiefe gefrackt, sondern in über 3500 Meter Tiefe! Das Vorgehen in den USA war also gleich wie bei uns. Die Kontaminierung der Trinkwasserseen geschah meist durch Fehler in der Handhabung und Unfällen. Verursacht durch z.B. Exxon Mobil welche auch in Europa in Deutschland aktiv sind.
  • „…In etwa fünf Jahren…“
    Die OMV ging 2012 davon aus, dass man circa acht Jahre braucht um eine Wirtschaftlichkeit von Hydraulic Fracturing im Weinviertel „ökonomisch darstellbar“ zu machen. Man plante zwei Probebohrungen welche nach acht Jahren Aufschluss über die Gasverfügbarkeit geben sollten. Wie schon zuvor erwähnt, sind die 20-30 Jahre der OMV nur Schätzungen aufgrund der Größe des Tonsteinmassivs. Diese acht Jahre waren für nur zwei Probebohrungen geplant. Das Gesamtprojekt um ein mögliches Schiefergasvorkommen auszubeuten, erfordert aber circa 50 Bohrplätze mit 1250 Bohrungen! Ihre Angabe mit fünf Jahren ist dahingehend widersprüchlich zu den OMV Angaben. Hinzu kommt noch eine verbindliche UVP welche damals nicht verbindlich war und wahrscheinlich zwei Jahre dauert. Ebenso ist, wie schon von der Bundesdeutschen Expertenkommission vorgeschlagen, ein umfassendes Monitoring der seismischen- und Wasserintegrität, der Luftgüte erforderlich. Die von Ihnen dargestellten fünf Jahre können sie daher zu den bereits von der OMV geplanten acht Jahren addieren! Dann haben wir aber erst zwei Bohrungen! 1250 Bohrungen sind laut OMV erforderlich um 8 Milliarden QM Gas jährlich fördern zu können die dann aber auch nicht reichen – wir sind schon bei 12 Milliarden QM Verbrauch pro Jahr.

 

Wir hoffen wir konnten Ihre Aufmerksamkeit auf das Thema in das richtige Licht rücken. Die Themen Landverbrauch, Sattelschlepperverkehr und oberirdische Pipelines, wohin man schaut, seismische Aktivitäten usw. usf. fehlen in Ihrer Betrachtung komplett. Wir gehen davon aus, dass Ihr Vorstoß zu Fracking im Weinviertel möglicherweise aus Wahltaktischen Gründen erfolgte. Schließlich wissen viele Monteure und Hilfsarbeiter der OMV im Marchfeld nicht wie es weiter gehen soll. Wir möchten Sie aber auch auf alle anderen Einwohner im Weinviertel hinweisen, die sie möglicherweise damit verlieren.

Dass im letzten Jahr Hydraulic Fracturing im Weinviertel überhaupt ein Thema war, lag nicht am Ukrainekrieg, sondern einem politischen Machtkampf im OMV Vorstand. Der endete mit Jahresende als Herr Pleininger sich zurückzog. Dass Fracking bei uns keinen Beitrag zur Gasversorgung leisten kann, ist und war vom ersten Moment an klar. Lediglich Medien und Journalisten geringer Qualität transportierten diesen HOAX und unterstützten damit unwissentlich oder wissentlich scheidende OMV Vorstände.

 

„FPÖ NÖ zum Bio-Fracking (aus Antworten an Umwelt-NGOs wie Global 2000 & Co):

Dort wo Niederösterreich Rohstoffe besitzt, sollte man diese auch nutzen. Gerade bei diesem Thema erwarten wir uns von den anderen Parteien, den Medien sowie der Forschung mehr Logik, mehr Verstand und mehr vorausschauende Verantwortung als das Fortsetzen von diffuser Panik, wie es die Grünen so gerne bei diesem Thema machen. Eine an der Montanuniversität Leoben entwickelte Technik arbeitet quasi mit Speisestärke. Also jenes Produkt, welches in den Soßen der Welt zu finden ist, wird mit Wasser unter Hochdruck, über 3.000 m tief in die Erde geschossen. Da unten gibt’s weder Grundwasser, das mit Maisstärke „kontaminiert“ werden könnte, noch sonst etwas. Daher wären wir für unaufgeregte und unvoreingenommene Gespräche mit der EVN, der OMV und weiteren Unternehmen, welche das Bio-Fracking zustande bringt. In etwa fünf Jahren könnten wir dann für 25-35 Jahre ganz Österreich mit günstiger Energie versorgen. Und genau diese 35 Jahre können wir zum sanften Umstieg auf erneuerbare Energien nutzen. So sieht verantwortungsvolle Politik aus.“

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

ÖVP verfolgt weiter Fracking Projekt?

Offensichtlich setzt sich in der ÖVP der Oberösterreich Plan durch. Gasförderung im heimischen Molln verhindern, dafür im Weinviertel fracken!

Die ÖVP OÖ, Herr Stelzer verfügt über den Kenntnisstand, dass Fracking weder zeitlich eine Lösung ist noch, dass Clean-Fracking jemals funktionierte oder funktionieren wird. Nach dem Motto Tatsachen schaffen, wird dann halt mit tonnenweise Bioziden gefrackt! ÖVP Tirol besteht ebenfalls auf Fracking im Weinviertel – Tirol das nicht ein einziges Windrad betreibt…

Kurier 2023 01 18

Die ÖVP verweigert ein Fracking-Verbot im Weinviertel! Darüber sollten alle WeinviertlerInnen bei der NÖ Landtagswahl nachdenken.

https://orf.at/stories/3301787/

Weinviertel als Kornkammer trocknet aus – Die Bundesregierung gibt trotzdem einen Auftrag zur Evaluierung auch von Fracking

Sinkender Grundwasserspiegel, steigende Wahrscheinlichkeit für Dürre-Ereignisse, unregelmäßige Niederschläge. Es herrscht Krisenstimmung im Weinviertel. Wie heimische Bauern jetzt mithilfe von Klimaexperten den ausufernden Wetterextremen entgegenwirken wollen.

Bundes- und NÖ Landesregierung könnten das verhindern, indem sie Fracking verbieten!

https://www.krone.at/2882946

FPÖ arbeitet aktiv an BIO Fracking!

Die FPÖ Niederösterreich hatte am 5. Dezember einen Antrag im NÖ-Landtag eingebracht um:

  • 1.500.000qm fruchtbarer Ackerflächen zu versiegeln
  • Über 27 Milliarden Trinkwasser für Schiefergasfracking aufzubrauchen! (Die gesamte Gemeinde Mistelbach verbraucht circa eine Million Liter Trinkwasser pro Jahr!)
  • Aushebung von über 6.279 Tonnen hochkontaminierten, radioaktiven Bohrschmant und Lagerung im Weinviertel
  • Verpressung von 759 Tonnen hochgiftiger Additive ins Erdreich
  • Über 800.000 LKW Fahrten über die nächsten Zehn Jahre quer durch unser Weinviertel mehr als heute schon. Nicht nur auf der Autobahn – sondern zu Borhplätzen querfeldein alle 5km!
  • auf einen Hoax, einem nachgewiesenen Schwindel, der bereits seit über zehn Jahren existiert und weltweit noch nie irgendwo angewandt wurde, reinzufallen.

https://noe-landtag.gv.at/gegenstaende/XIX/XIX-2419

Für jeden Mensch der im Weinviertel lebt, Kinder oder Enkelkinder hat, sich mit Grund und Boden, Haus ein wenig Vermögen erschaffen hat, ist das eine eindeutige Wahlempfehlung auf keinem Fall der FPÖ seine Stimme zu geben.

Schiefergasfracking ist die ausnahmslos einzige existenzielle Gefahr für uns Menschen im Weinviertel!

Fracking Explorateur für Verschmutzung eines gesamten Trinkwassersystems verurteilt

Während in Österreich Fossil-Lobbyisten noch von „Bio-Fracking“ und „Brückentechnologien“ schwurbeln, ist man in den USA schon weiter. Cabot Oil & Gas, ein 3,5 Milliarden Dollar Fracking-Player in den USA verseuchte in 2006 in der amerikanischen Stadt Dimock das gesamte Trinkwassersystem und sämtlichte unterirdische Trinwkasserseen.

Die Verseuchung erfolgte übrigens nicht durch Fracking nur alleine, sondern durch einen gewaltigen Betriebsunfall mitten in dicht besiedelten Wohngebiet.

Seither waren die Anwohner auf Trinkwasserlieferungen angewiesen und mussten diese selbst bezahlen. Nun, über 16 Jahre später wurde Cabot Oil & Gas in 15 Anklagepunkte schuldig gesprochen, davon neuen nach US-amerikanischen Strafgesetzbuch – Manager gehen ins Gefängnis.

Das Unternehmen wurde verpflichtet sämtliche Trinkwasserkosten der letzten 16 Jahre aller Einwohner zu übernehmen und darüber hinaus die gesamte Trinkwasserversorgung neu zu errichten. Für die betroffenen Einwohner nach viel zu langer zeit endlich Gerechtigkeit – für uns und OMV eine eindringliche WARNUNG.

https://stateimpact.npr.org/pennsylvania/2022/11/29/gasland-driller-pleads-guilty-will-pay-millions-for-new-water-system-in-dimock/

Kein Fracking in Niederösterreich! Schreiben Sie Ihrem Bürgermeister!

Um den Konzernbossen eine Absage zu erteilen, liegt es an den Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen, sich für ein Fracking-freies Niederösterreich auszusprechen. Schreiben Sie Ihrem Bürgermeister oder Ihrer Bürgermeisterin und fordern Sie ein klares Bekenntnis für ein Fracking-freies Niederösterreich!

https://greenpeace.at/petitionen/fracking-frei/

Fracking-Lobbyisten scheitern in Deutschland

Lobbyisten diskutieren auch in Deutschland riesige TEXAS-gleiche Jahrhundertgasschätze in Niedersachsen zu fracken. Politisch gierige Kleinstparteien wie die FDP lassen sich dazu bereitwillig einspannen.

Dennoch gelingt es nicht, denn die Wirklichkeit zeigt aus jedem Betrachtungswinkel wie gestrig und dumm dieser Vorstoß ist. Mittlerweile hat auch der Sachverständigenrat Wirtschaft sich GEGEN Fracking ausgesprochen. Einerseits weil es nicht vor fünf Jahren irgendein Ergebnis bringen wird, andererseits weil es die Klimaerwärmung weiter vorantreibt.

Eine Ohrfeige für alle Brückentechnologieschwurbler!

https://www.kreiszeitung.de/lokales/niedersachsen/fracking-in-niedersachsen-von-vielen-gefordert-wird-es-immer-unwahrscheinlicher-91943241.html

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Fracking-in-Niedersachsen-Es-wird-immer-unwahrscheinlicher,fracking804.html

Fracking Lobbyist in Deutschland vorgeführt

Eine herrlich objektive Diskussion zum Thema Fracking. Bis Minute 9:20 schwurbelt ein Lobbyist seine Standard-Behauptungen. Ab Minute 9:20 wird der Lobbyist als unseriöser Wahrheitsverdreher, die wir auch in Österreich haben, entblößt.

Ab 13:30 gehts um Ministerpräsident Söder der fordert in einem anderen Bundesland (Niedersachsen) doch endlich zu fracken. Anders als unsere Landeshauptfrau, verteidigt aber der Niedersächsische Ministerpräsident Weil sein Heimatbundesland und zeigt auf, dass es in Bayern nicht mal Windräder gibt… und bezieht eindeutig Position gegen Fracking.

Ab Minute 15:40 wird der Aberglaube vom schnellen Fracking beleuchtet – dass es eine Illusion ist… Ab 21:45 plaudert Ministerpräsident Weil von ein paar Erdbeben in Niedersachsen

Ab 27:50 dann schön dargelegt, dass Fracking Lobbyisten die schrecklichen Risiken immer wieder klein reden

Ab 30:00 erklärt Ministerpräsident Weil auch, warum der von Lobbyisten immer wieder hochgeholte Vergleich von importierten Shale Gas zu selbst geförderten ein Blödsinn ist. Herr Weil wäre eine Landeshauptmann der uns in Niederösterreich guttun würde.

https://www.youtube.com/watch?v=UEY5M9hiSME

Gasvorkommen in Rumänien können schneller gefördert werden als im Weinviertel

Im schwarzen Meer lagern über 200 Milliarden Kubikmeter Gas welche konventionell gefördert werden können. Und das noch bei weitem schneller als ein Schiefergasprojekt im Weinviertel aufgesetzt werden könnte.

Herr Stern (OMV EO) verhandelt dazu bereits in Rumänien. Hoffentlich liest Herr ÖVP-Stelzer Zeitungen und richtet seinen Fossil-Hunger und -Gier nicht nur auf SEIN Erdgas und Erdölvorkommen in Bad Hall, sondern auch auf die riesigen Vorkommen (TEXAS in Rumänien) in Rumänien.

https://kurier.at/wirtschaft/schwarzes-meer-gaspoker-zwischen-rumaenien-und-omv/402232395

WKO trägt eine „wesentliche Mitschuld“ an der GAS-Abhängigkeit Österreichs

Engagierte Menschen und intelligente Jugendliche im Kampf gegen Besitzstandwahrer, Politgünstlinge und Parteibuchgänger!

Das im Umfeld der ÖVP vorangetriebene Schiefergasprojekt im Weinviertel wird starken Gegenwind haben. Das stimmt uns zuversichtlich, dass es die Politik welche die Bevölkerung verkauft, nicht leicht haben wird!

https://www.oe24.at/oesterreich/politik/klimaaktivisten-stuermen-buehne-bei-mahrer-rede/536701428

Fracking: Die umstrittene Methode zur Erdgas-Gewinnung

Zwar können durch Fracking zusätzliche Energiequellen gewonnen werden, allerdings birgt es auch potenzielle Gefahren für Mensch und Natur. Die für das Fracking erforderliche Flüssigkeit besteht zum Großteil (bis 99,5%) aus einem Wasser-Quarzsand-Gemisch. Darüber hinaus enthält die Fracking-Flüssigkeit weitere Chemikalien, die in ihrer Zusammensetzung und Konzentration jedoch stark variieren. Hierzu zählen unter anderem Methanol, Ethylenglycol, und Biozide.

https://www.news.at/a/fracking?utm_source=Newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=Test-Newsletter+-+215&utm_content=https%3A%2F%2Fwww.news.at%2Fa%2Ffracking

Möglicher Verkauf der OMV ebnet Weg für Fracking in Niederösterreich

In den vergangenen Monaten wurde von der Regierung hinter verschlossenen Türen über eine Aufspaltung der OMV, des größten Unternehmens Österreichs, diskutiert. Ein internationales Konsortium möchte sich nämlich eine Mehrheit am Öl- und Gasgeschäft von Österreichs größten Unternehmen sichern.

https://greenpeace.at/news/moeglicher-verkauf-der-omv-ebnet-weg-fuer-fracking-in-niederoesterreich/

Daher jetzt bitte auch die Petition dagegen unerschreiben

https://greenpeace.at/petitionen/fracking-verbot/

Politik arbeitet an Frackingprojekt im Weinviertel

Endlich greifen Umweltschutzorganisationen die, mutmaßlichen, Schiefergasprojekte im Weinviertel auf! ÖVP-Politiker diskutieren einen Ausverkauf der österreichischen OMV und Bodenschätze an Öl- und Gasspekulanten! Internationale Konzerne würden dann die Böden im Weinviertel ausbeuten und Gewinne einfahren, während die Menschen vor Ort mit den Risiken und Umweltschäden leben müssen.⁠

https://www.instagram.com/p/ClBOZaeuoa9/

Warum antwortet LH Mikl-Leitner nicht?

Liebe WeinviertlerInnen!

Ich habe als besorgter Weinviertler schon am Montag, den 18. Juli 2022, um 11:18 Uhr, eine e-mail mit einem offenen Brief bezüglich Schiefergas-Fracking, und entsprechenden wichtigen objektiven und sachlichen Infos über die Gefahren von Schiefergas-Fracking, an die Landeshauptfrau Mikl-Leitner geschrieben.

Hier einige Auszüge aus meiner besorgten e-mail an LH Mikl-Leitner:

Nachdem sich Ihr Parteifreund, der oberösterreichische Landeshauptmann Stelzer, klar für Fracking in NÖ bei uns im Weinviertel ausspricht https://www.nachrichten.at/wirtschaft/stelzer-heimisches-gas-foerdern-auch-mit-fracking;art15,3677562, möchte ich wissen wie sie persönlich und der ÖVP Klub zu Schiefergasfracking im Weinviertel stehen, und ob und wie sie als Landeshauptfrau von NÖ gedenken, NÖ und das Weinviertel vor derartigen Angriffen Ihrer Parteifreunde, und den Gefahren von Schiefergasfracking zu schützen.

Angesichts der bevorstehenden NÖ Landtagswahl ist für alle WählerInnen in NÖ und dem Weinviertel sicherlich von größtem Interesse zu erfahren, ob und wie die NÖ Landeshauptfrau und der ÖVP Klub die Interessen und die Sicherheit der NÖ LandesbürgerInnen und WeinviertlerInnen vertreten und schützen werden.

Daher ersuche ich noch einmal mit meinem offenen Brief um Ihre persönliche Antwort, ob und wie sie als Landeshauptfrau von NÖ gedenken, NÖ und das Weinviertel vor derartigen Angriffen Ihrer Parteifreunde, und den Gefahren von Schiefergasfracking zu schützen.

Und hier die Info, wie die Reaktion von LH Mikl-Leitner bis dato aussieht:

Trauriges Faktum ist, dass ich als besorgter Weinviertler bis dato (Freitag, 18.11.2022, 10.40 Uhr!!), trotz nunmehr schon 17 Urgenzen KEINE ANTWORT von LH Mikl-Leitner zu diesem wichtigen, gefährlichen und sensiblen Thema erhalten habe.

Also in 4 Monaten ist keine Reaktion auf die Sorgen eines Weinviertlers von der zuständigen LH erfolgt, welche selbst bekanntlich auch Weinviertlerin ist.

Angesichts dieser Tatsache muss man sich als besorgter Weinviertler verständlicherweise Gedanken bezüglich dieses Verhaltens machen.

Sind der LH Mikl-Leitner meine Sorgen und Nöte völlig egal?

Kann oder will LH Mikl-Leitner nicht offiziell Stellung bezüglich Fracking beziehen?

Worin liegt der Grund, dass LH Mikl-Leitner keine offizielle Stellungnahme bezüglich Fracking abgibt?

Müssen wir Weinviertler uns fürchten, dass nach den NÖ Landtagswahlen Fracking kommt, weil LH Mikl-Leitner so lange Zeit keine offizielle Antwort gegeben und keine Entscheidung getroffen hat?

LH Mikl-Leitner könnte bei entsprechendem Willen, aufgrund der aktuellen politischen Konstellation in NÖ, das Weinviertel leicht vor Fracking schützen. (in Vorarlberg, dem Heimatbundesland von ÖVP-Finanzminister Brunner, der jetzt bekanntlich eine Evaluierung bezüglich Erdgas in Auftrag gegeben hat, wurde das Bundesland und die Bevölkerung geschützt, indem ein Fracking-Verbot sogar in die Landesverfassung aufgenommen wurde!!)

Dass dies bis dato noch immer nicht geschehen ist, und diesbezügliche mails nicht einmal beantwortet werden, erfüllt mich mit großer Sorge bezüglich der Zukunft für das Weinviertel und die WeinviertlerInnen.

Aufgrund des geschilderten Verhaltens frage ich mich als besorgter Weinviertler: „Wie wird es nach der NÖ Landtagswahl bezüglich Fracking weiter gehen?“

Diese Frage sollten sich meiner Meinung nach ALLE WeinviertlerInnen bei der NÖ Landtagswahl stellen.

Mit freundlichen Grüßen,

Johann Kleibl

Landtagswahl als „Klimawahl“

Fridays For Future Niederösterreich machten heute vor dem Landtag ihre Forderungen deutlich: Sie fordern von jeder Partei für die nächste Landtagswahl ein 1,5-Grad kompatibles Klimaprogramm.

https://www.noen.at/niederoesterreich/politik/fridays-for-future-fff-bereitete-climate-emergency-empfang-vor-heutiger-landtagssitzung-st-poelten-niederoesterreich-redaktionsfeed-fridays-for-future-landtagssitzung-klimaschutz-flora-peham-klimaaktivisten-redaktion-343721967

SPÖ interner Kampf um Fracking Linie

Während SPÖ-Bundespolitikerinnen wie Julia Herr oder Rendi-Wagner nach Fracking fordern, spricht sich die Niederösterreichische SPÖ Landespolitik strikt dagegen aus.

Was man von diesem Theater halten soll, vor allem bei der anstehenden Landtagswahl ist jedem selbst überlassen. Neben der ÖVP NÖ aber nun eine weitere Partei welche die Gefahren für Land, Menschen, Tiere, Jagd und Landwirtschaft unterschätzt, die von Fracking ausgehen.

Keine „Denkverbote“ fordern und auf Expertenmeinungen hoffen – während faktisch klar auf der Hand liegt – von tausenden Präzedenzfällen und OMV-Angaben, dass unser Trinkwasser verbraucht und kontaminiert wird, dass fruchtbarer Ackerboden versiegelt, Erdbeben induziert werden und hunderttausende Sattelschlepperfahrten quer durch das Weinviertel auf die nächsten dreißig Jahre, das Leben hier undenkbar machen…

https://noe.spoe.at/themen/news-detail/zeit-furs-fracking-noch-nicht-reif

Es wäre schön, wenn unsere Politiker tatsächlich mal ihre selbstauferlegten „Denkverbote“ ablegen würden!

„klimaNÖtral“ fordert ein „klares Nein“ zum Thema Fracking und zu einer Erschließung neuer Kohlenstoffquellen.

Die Plattform „klimaNÖtral“ fordert ein gesetzlich verankertes Kohlenstoffbudget für Niederösterreich. Dieses solle mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens vereinbar sein. Ein klares Nein fordert die Plattform beim Fracking.

https://noe.orf.at/stories/3182478/

Staatliche Energieversorgung darf nicht an internationale Rohstoffgiganten ausverkauft werden

Schiefergasfracking im Weinviertel ist nicht wegen der Gasabhängigkeit von Russland derzeit ein Thema. Es ist auch kein Thema, um unsere kurzfristigen Versorgungsängste mit Gas zu kalmieren.

Auch wenn einzelne Profiteure von einem Schiefergasprojekt im Weinviertel immer wieder davon sprechen, dass bestehende Bohrungen innerhalb von 6 Monaten ausgebeutet werden können; Verheimlichen sie dabei, dass es aber keine fünf bestehende Tiefenbohrungen im Weinviertel gibt? Eine von vielen Lügen mit denen sich Personen ihren persönlichen Profit an Schiefergasfracking ermöglichen wollen.

Fracking wird nicht vor 8 Jahren produktiv Gas fördern und die Vorkommen reichen nicht ansatzweise, um Österreich auch nur geringfügig unabhängig zu machen. Woher kommt also diese irrationale Forderung von WKO und IV zu Fracking?

Mehrere Medienberichte zeigten bereits auf, dass eine mutmaßliche derzeit laufende Intrige im OMV-Management dahintersteckt. Bereits schon sehr offen und leicht nachvollziehbar werden hier, mutmaßlich, Fäden gesponnen, um die Ablöse eines Vorstandsmitglieds zu verhindern.

Dabie geht man sogar so weit, dass man die Unabhängigkeit von Ruland dadurch erreichen möchte, indem man sich in die wirtschaftliche Abhängigkeit des Trafigura Konzerns begibt. Einem nachweislichen profitverpflichtetem Rohstoffhandelsunternehmen. Das ausschließlich seinem Shareholdern verpflichtet ist!

Wollen wir einen österreichischen Landstrich kontaminieren und zerstören? Für die persönlichen Egos einzelner Personen?

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20221116_OTS0003/greenpeace-ausverkaufsplaene-der-omv-oeffnen-tuer-und-tor-fuer-fracking-und-bedrohen-umwelt-und-menschen-in-oesterreich

Gigantische Erdöl- und -gasvorkommen in Oberösterreich. Fracking sinnlos!

ÖVP Thomas Stelzer, Landeshauptmann von Oberösterreich fordert wiederholt Schiefergasfracking in Niederösterreich. Mangelnde politische Kompetenz seine Schwermetall- und Chemieindustrie energieautarker zu machen, zwingt ihn zu diesen kleinkarierten Schritten. Kleinkarierte Schritte, die die Zukunft unserer Kinder weiterhin zerstören werden. Ein Preis, den Herr ÖVP Stelzer vermutlich nur allzu gerne zahlt, also, … uns zahlen lässt.

Aber wozu? Es gib auch eine oberösterreichische Lösung in Bad Hall! Experten der ADX explorieren gigantische Erdöl und -gasvorkommen in Oberösterreich, die ausreichen, um weiterhin kurzsichtige Energie- und Wirtschaftspolitik durch Landespolitiker möglich zu machen. Experten stellen auch klar, dass Schiefergasfracking im Weinviertel sinnlos ist, wenn es darum geht Österreichs Energiebedarf zu erfüllen. Aber darum geht es bei der derzeitigen ÖVP-Schiefergasinitiative ja nicht, oder?

Die Lagerstätten in Oberösterreich reichen aus. Es reicht, wenn er den fossilen Dreck in seinem Bundesland hochholt. Das Wiener Becken ist KEIN Mini-Texas (sic!).

Ab Minute 20:16 bis 24:01 Herr Fink, GF von ADX erklärt den Sachverhalt. ADX hat seine bisherigen großen Förderfelder direkt im Fracking-Zielgebiet der OMV, im Weinviertel. Sollten Experten Fracking im Weinviertel als sinnvoll erachten, wäre es sicherlich der Hausherr im Weinviertel, ADX.

https://tvthek.orf.at/profile/Themenmontag/13687392/Themenmontag-Oesterreich-dunkel-und-kalt-Wege-aus-der-Energiekrise/14156823

Als OMV-Pläne die Gemüter erhitzten

Sollte man sich jetzt für Fracking entscheiden, könne die Förderung von Erdgas frühestens 2030 beginnen – also nur eine Dekade vor der angestrebten Klimaneutralität. Dann würden nur zehn Jahre für die Nutzung bleiben. „Das ist so ähnlich, wie wenn Sie mit 95 beschließen, sich noch ein neues Haus zu bauen“, verglich Stern im Frühjahr.

https://noe.orf.at/magazin/stories/3181718/

Deutschland gegen Schiefergasfracking!

Bundesumweltministerin Steffi Lemke hat sich in der Debatte um Fracking in Deutschland zur Gasgewinnung klar gegen einen solchen von der FDP geforderten Schritt ausgesprochen. Es gebe keinen Vorteil, sagte Lemke der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ und ergänzte: „Das sogenannte unkonventionelle Fracking ist in Deutschland verboten, nicht zuletzt wegen der möglichen Gefahren für das Grundwasser und des extrem hohen Wasserverbrauchs.“ Mit Blick auf den Import von Frackinggas aus dem Ausland sagte sie: „Ich würde nicht sagen, dass der Import von LNG-Gas in Ordnung oder gut ist. Er ist aber kurzfristig notwendig, weil uns Russland mit der Energieversorgung erpressen will. Das dürfen wir nicht zulassen.“ Es sei deshalb besser, jetzt auf bestehende Förderstätten zurückzugreifen, statt neue Strukturen zu errichten.

https://www.finanzen.at/nachrichten/rohstoffe/lemke-will-offenbar-kein-fracking-und-lng-gas-nur-zur-not-1031905980

Umweltbundesamt gegen Fracking

Auch in Deutschland: Finanzminister für Fracking, Umweltbundesamt dagegen!

„…Umweltbundesamt-Vizepräsidentin Busse wies daraufhin, dass bei sogenanntem unkonventionellen Fracking Grundwasserschutz, Wasserverbrauch, Flowback- und Lagerstättenwasserentsorgung, Flächenverbrauch, Erdbebensicherheit und die Methanemissionen bedacht werden müssten. Allein für ausreichenden Gewässerschutz wären dabei ein umfassendes Monitoring und die Einführung eines Katasters für Fracking-Chemikalien nötig…!

https://www.wp.de/politik/fracking-gasfoerderung-umweltbundesamt-deutschland-id236822175.html

NÖN: Fracking darf keine Option sein

Als kurzfristige Maßnahme gegen den Erdgas-Engpass taugt Fracking nicht – erstes Fracking-Gas aus Österreich gäbe es frühestens in fünf bis acht Jahren. Der Schaden an der Natur wäre aber selbst bei „Bio-Fracking“ langfristig – und das Risiko beispielsweise für das Grundwasser unkalkulierbar. Zugleich ist unbestritten, dass Erdgas keine langfristige Zukunft hat.

https://www.noen.at/niederoesterreich/meinung/leitartikel-fracking-darf-keine-option-sein-niederoesterreich-print-fracking-kommentar-leitartikel-341762508

Wasserraub durch Fracking!

Beim Fracking werden zwischen 10 und 12 Millionen Liter regionales Trinkwasser verbraucht. Bei Green Fracking bis zu 22 Millionen Liter Wasser. Es muss öfters gespült werden um das Gas aus den bakteriell verschleimten Gesteinschichten herauszuholen. Beim Green Fracking lässt man die Biozide ja weg.

Die OMV plante über 1250 Bohrungen im Weinviertel und vermutlich noch mehr im Marchfeld…

Keine guten Nachrichten für die Landwirtschaft bei uns

https://www.noen.at/mistelbach/mistelbach-schwieriges-jahr-fuer-die-bauern-mistelbach-ernte-bauern-roman-bayer-trockenheit-print-340989676

Gaspreis sinkt – Kunden spüren aber nichts davon

Der Preis für europäisches Erdgas hat am Dienstag die Talfahrt der vergangenen Handelstage fortgesetzt und ist weiter unter die Marke von 100 Euro je Megawattstunde (MWh) gefallen. In der Früh rutschte der Preis bei TTF, einem virtuellen Handelspunkt für niederländisches Erdgas, um etwa vier Prozent auf 94,59 Euro je Megawattstunde. Der TTF gilt wegen seiner Größe als Richtschnur für das europäische Preisniveau. Bei den Endkunden dürften die niedrigen Preise – zumindest vorerst – kaum ankommen.

Schließlich muss die Angst, die Sorge hochgehalten werden. Damit die Menschen weiter Angst haben, damit vorsintflutliche Entscheidungen als Lösung präsentiert werden können.

https://www.krone.at/2841314

Mutmaßliche OMV Intrige erreicht eine neue Stufe an Qualität. Ein Schritt näher zu einem Schiefergasprojekt im Weinviertel!

In einem heute veröffentlichten Kurier-Artikel wird auf eine (zufällig?) im Juli eingetroffene Absichtserklärung hingewiesen. Ein norwegisches Konsortium möchte den Explorationsbereich der OMV übernehmen und dort vermutlich auch fracken. Das alles ist vermutlich ein weiteres Puzzlestück für einen bereits medial offen aufgezeigten detaillierten Intrigenversuch eines scheidenden OMV-Vorstands. Ist man offenbar sogar so weit bereit, das gesamte Weinviertel zu kontaminieren und zerstören, um das Ego einzelner Personen zu bedienen?

Im Artikel wird unserer Meinung nach sehr schön aufgezeigt, wie unseriös diese Absichtserklärung ist. Hinter dem norwegischen Konsortium stehen primär Bluewater und Trafigura. Ein auf Profit fokussierter Private-Equity-Fonds sowie ein Öl- und Gashändler. Allein der Umsatz von Trafigura beläuft sich auf über 340 Milliarden Dollar pro Jahr! Im Vergleich dazu ist die OMV kein Partner auf Augenhöhe, sondern nur ein Profitzwerg mit einem Jahresumsatz von 30 Milliarden.

Die im Schreiben erwähnte Gasversorgungssicherheit für Österreich bezieht sich auf ein Vorkaufsrecht des von der neu gegründeten OMV geförderten Gas. Würden wir die OMV beibehalten wie heute und keinen Deal mit dem Konsortium eingehen, würde sich daran nichts ändern!? Wir würden als Staat die Anteile behalten.

Für die beiden auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Unternehmen ist nur ein Schiefergasprojekt im Weinviertel interessant. Darauf wird in dem Schreiben explizit hingewiesen. Genauso wie darauf, dass die Republik sich die rumänischen und russischen Beteiligungen behalten kann. Laut Kurier ein weiterer Schachzug von Herrn Pleininger weiter Macht und Kontrolle ausüben zu können. Auf unsere Kosten, auf unsere Gesundheit.

https://kurier.at/wirtschaft/dieses-konsortium-rittert-um-die-oel-und-gasfoerderung-der-omv/402186969

Niederösterreich will energieunabhängig werden

Niederösterreich will in Sachen Energie komplett unabhängig werden. Gelingen soll das mit einem milliardenschweren Ausbau von Windkraft, Photovoltaik und Biomasse. Die Effizienz von Klein-Wasserkraftwerken will man erhöhen, neue Stromleitungen errichten.

All das ohne Schiefergas! Dennoch bleibt unsere Landeshauptfrau bei ihrem Schweigen zu dem Thema. Man wird nach der NÖ-Landtagswahl sehen, was diese Aussagen wert sind…

https://noe.orf.at/stories/3178500/

Fracking im Weinviertel: Die zweifelhafte Hoffnung auf heimisches Gas

Entgegen der bisher reißerischen Artikel über, nicht existente, Gasvorkommen von 30 Jahren oder, dem chemisch technisch unmöglichen, „BIO-Fracking“, gibt es auch Artikel die den Sachverhalt sachlich objektiv aufbereiten.

Dem Umstand gerecht werdend, dass

  • es nachgewiesen KAUM Schiefergasvorkommen im Weinviertel gibt (die Mär von 30 Jahren Gasvorkommen),
  • Clean, Green, Bio-Fracking seit über zehn Jahren existiert aber weltweit nirgendwo eingesetzt wird (…warum wohl…?),

wird das Thema gesamtheitlich aufbereitet – auch was man mit den zu erwartenden über 3,25 Milliarden Euro Projektkosten machen kann. Zum Beispiel Photovoltaik, 6kWh-Energiespeicher und Wärmepumpen für Privathaushalte fördern!

https://www.derstandard.at/story/2000140022236/fracking-im-weinviertel-die-zweifelhafte-hoffnung-auf-heimisches-gas

Wolfgang Hesoun gegen Fracking!

In letzter Zeit scheint der Name Hesoun immer wieder in der Berichterstattung auf wenn über vermutliche Intrigen eines OMV Vorstands berichtet wird. Dabei wird auch wiederholt ventiliert, dass dabei Fracking im Weinviertel forciert wird. In einem aktuellen Interview auf derStandard.at äußert er sich jedoch gegen Fracking und für eine andere, bessere Abhängigkeit. Nämlich weg von Russland, hinzu Norwegen.

Die Option in gar keine Abhängigkeit mehr zu rutschen ist ihm freilich, scheinbar, nicht geheuer. Er bekommt „Halsweitung“ wenn die Bürger, der Souverän, ihre Rechte beanspruchen. Pragmatischer findet er da schon Beispiele wo Politiker einfach in 14 Tagen „genehmigen“

Es wäre schön wenn Topmanager in Österreich auch mal pragmatisch vorgehen würden um unsere Chemie- und Schwermetallindustrie auf alternative Energiesysteme umzurüsten.

Es wäre schön, wenn unsere Politik zum Beispiel die Förderung von Photovoltaik, Energiespeicher und Wärmepumpen für Privathaushalte attraktiv ausbauen würde (mehr als 80% der Invest-Kosten). Würde man die extrapolierten Projektkosten für Schiefergas (3,25 Milliarden Euro) und beispielhaft die widerlich, nutzlose Parteienförderung von nur einem Jahr (224 Millionen Euro) [1] zusammen als Fördertopf herannehmen, könnte man knapp 190.000 Haushalte weg von Öl und Gas auf Erneuerbare Energien umrüsten.

https://www.derstandard.at/story/2000140001914/wolfgang-hesoun-wir-sollten-aufwachen

[1] https://www.kleinezeitung.at/politik/innenpolitik/6123579/Foerderungen-gestiegen_224-Millionen-Euro-fuer-Parteien-und

Schiefergasfracking für das Ego eines Einzelnen?

Karl Nehammar hat den Finanzminister damit beauftragt, die ÖBAG solle ein Energiekonzept für Österreich erstellen. Evaluieren aller Gasoptionen für die Zukunft. So steht es in Finanzminister Brunners Pressemeldung dazu vom 22. September 2022.

Abgesehen davon, dass der Bundeskanzler kein Weisungsrecht gegenüber dem Finanzminister hat, ist es schon verwunderlich warum der Finanzminister damit eine Kapitalbeteiligungsgesellschaft beauftragt? Wäre es nicht sinnstiftender wenn die Energieministerin sich um Energiefragen kümmert? Und warum die ÖBAG? Welche Kompetenz hat diese in Energiefragen?

Das ist genauso skurril wie praktisch für die ÖVP Vertreter die in den jüngsten Artikeln in Presse, Standard und nun auch Profil zu den Intrigen eines scheidenden OMV Vorstands beschrieben werden. Genauso skurril, wie ein Finanzminister der eine Kapitalbeteiligungsgesellschaft mit einer Energiestudie beauftragt ist, dass die Vergabekompetenz für Bergbauvorhaben ebenso im Finanzministerium liegt!? Komischerweise seit ein paar Wochen.

Es wird sich zeigen ob die ÖBAG nach der Niederösterreichischen Landtagswahl Fracking im Weinviertel verlautbaren wird. Möglicherweise mit Zustimmung unserer Landeshauptfrau?

https://www.profil.at/wirtschaft/omv-oesterreichische-maennerfeindschafts-verarbeitung/402183342

Fracking – Fluchtweg ohne Perspektive

Flächenverbrauch, Schwerlastverkehr, Industrialisierung des Weinviertel und so weiter. „Bio-Fracking“ wurde weltweit noch nie von jemandem angewandt. In fünf Jahren könnte frühestens der erste Tropfen Shalegas fliesen – also drei Jahre bevor wir Klimaneutral sein wollen.

https://kurier.at/chronik/oesterreich/fracking-weinviertel-schiefergas-widerstand-protest/402173862

Grünes Label für Gas: Österreich klagt

Österreich klagt wegen der umstrittenen Einstufung von Gas und Atomkraft als klimafreundliche Investitionen.

Wie von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) angekündigt, wurde heute kurz vor Ablauf der Frist am Montag beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) eine Klage gegen die Taxonomieverordnung eingereicht. Das berichtete die Tageszeitung „Kurier“. Luxemburg will sich der Klage anschließen.

Im Zuge der Verordnung hat die EU-Kommission Gas und Atom als „nachhaltig“ eingestuft. Mit der Taxonomie will die EU-Kommission festlegen, welche Finanzinvestitionen künftig als klimafreundlich gelten. Das soll dabei helfen, die für die Klimawende benötigten Milliarden zu mobilisieren und den Weg der EU zur Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 zu ebnen.

https://kurier.at/politik/ausland/atomkraft-ist-gruen-oesterreich-reicht-klage-gegen-die-eu-ein/402173118

F(r)ake-News im Weinviertel

Die Abkehr von fossilen Brennstoffen, also Kohle, Erdöl und (Schiefer-)Gas, ist in Österreich beschlossene Sache. Dennoch wollen manche Kreise dies nicht wahrhaben, mutmaßlich wegen des Wegfalls von Positionen, Prestige und Remuneration. Man versorgt also Marketingabteilungen, Journalisten, Lobbyisten mit Aufträgen und Fake-News, um weiterhin den fossilen Geschäften nachgehen zu können.

Wie das geht wird hier beschrieben:

https://www.energie-bau.at/meinung/4156-frake-news-fuer-das-waldviertel

USA doch kein Fracking Eldorado!

Die oftmals als Fracking-Paradebeispiel genannten USA haben auch die Nase von Fracking voll. Ein erheblicher Rückschlag gegen Fossil-Lobbyisten und deren Politiker erfolgte unlängst an einem Kalifornischem Gericht. Das bestehende Fracking Verbot vor Kaliforniens Küste sollte aufgehoben werden, US-Gerichte lehnten aber dazu schon alleine die Anhörung ab. Zu gefährlich seien die Auswirkungen und Gefahren von Fracking.

Ein weiterer Rückschlag für Fossil-Lobbyisten die man unschwer an „Brückentechnologie“-Geschwurbel erkennt…

https://www.reuters.com/legal/litigation/california-offshore-fracking-ban-wont-receive-new-court-review-2022-09-26/

Abfackeln von Erdgas setzt viel Methan frei

Abfackeln von Erdgas setzt viel Methan frei. Eine neue Studie zeigt, dass beim Abfackeln auch deutlich mehr Treibhausgas Methan in die Atmosphäre gelangt als angenommen. ERdgas besteht zu einem Großteil aus dem besonders klimaschädlichen Methan. An vielen Förderstätten wird das austretende Gas gezielt abgefackelt – eine Praxis, die als Flaring bezeichnet wird. Bei der Verbrennung entsteht Kohlendioxid – ebenfalls ein Treibhausgas. Allerdings ist die Treibhauswirkung von Methan auf 100 Jahre betrachtet 28-mal so hoch wie die von CO2. Deshalb ist es tatsächlich umweltfreundlicher, Erdgas mit dem Hauptbestandteil Methan abzufackeln als es unverbrannt in die Atmosphäre gelangen zu lassen.

https://science.orf.at/stories/3215341/

NEOS Niederösterreich für Fracking im Weinviertel

Frau Indra Collini träumt in ihrer Villa in Brunn am Gebirge nicht nur von ihrem politischen Vorbild, Nelson Mandela, sondern auch von Fracking! In ihren Augen ist der Schutz unserer Kinder, unseres Vieh, unserer Landwirtschaft und unseres Trinkwassers einfach nur „…Technologie-und Fortschrittsfeindlichkeit…“

Besser ist über 575 Tonnen an hochgiftigen Bioziden in unser Erdreich, unsere Nahrung und Trinkwasser zu verpressen. Dann haben wir „…echte Lösungen und Innovationen, die unser Land voranbringen…“ Also, von Brunn am Gebirge aus gesehen. Im Weinviertel sehen wir das anders.

Bevor sie aber Schiefergasfracking im Weinviertel unterstützte, forderte sie „Klimaschutz rauf, Hitze runter!“ Neben dem Trinkwasser- und Landraub, neben den Giften und Bioziden im Erdreich, bedeutet die Förderung von rund 57 Milliarden Kubikmeter Gas mehr Kohlendioxitausstoß und vor allem noch mehr Methangas in unserer Atmosphäre. Wie damit Klimaschutz rauf gehen soll, weiß man offensichtlich nur in den NEOS Labs…

NEOS für Fracking

 

Fracking? „Keine schnelle Lösung“ für Energiekrise

Mit unkonventionellen Lagerstätten sind Gesteinsschichten wie zum Beispiel Tongestein oder Kohleflözgestein gemeint, in denen Gas fest eingeschlossen ist. Wie groß genau der Gasvorrat tief unter der Erde wirklich ist, kann erst durch Probebohrungen herausgefunden werden. Mögliche Gaslagerstätten gibt es hauptsächlich in Norddeutschland und in Nordrhein-Westfalen, kleinere im Süden Deutschlands.

Gefördert werden könnte das Gas durch Fracking.

Eine Methode, die Erdbeben, Wasserverunreinigungen und Methanemissionen auslösen kann. Deshalb ist Fracking in diesen unkonventionellen Lagerstätten seit 2017 in Deutschland verboten. „Man muss ganz klar festhalten, dass jeder Eingriff in den Untergrund und damit auch die Förderung von Rohstoffen aus dem Untergrund Konsequenzen hat“, sagt Charlotte Krawczyk, Vorsitzende der Bundestags-Expertenkommission. „Folglich bleiben auch immer Risiken bestehen.“

https://www.n-tv.de/wissen/Podcast-Wieder-was-gelernt-Fracking-Keine-schnelle-Lo-sung-fuer-Energiekrise-article23588891.html

Ein offener Brief an den Umweltschutzdachverband

Sehr geehrte Damen und Herren des Umweltschutzdachverbands,

ich möchte mich vorab für Ihre geschätzte Zeit und Aufmerksamkeit bedanken.

Am 16. März 2022 präsentierte Herr Stern seine neue Strategie für den OMV-Konzern. Weg von der Produktion fossiler Rohstoffe, hinzu Polyolefinlösungen, nachhaltigen Treibstoffen und chemischen Rohstoffen. Damit plante er den Konzern bis 2050 Klimaneutral zu machen.

Seither häuften sich in den unterschiedlichsten Medien in unserem Land die Berichterstattung über Schiefergasvorkommen für 30 Jahre und man könne diese mit Bio-Fracking umweltfreundlich fördern. Die Artikel, Fernseh- und Radiobeiträge geben sich dabei nahezu deckungsgleich. Eine gemeinsame Quelle, Journalisteninspiration scheint naheliegend. Die Krönung dieses vermutlichen Auftrags- und Kampagnenjournalismus waren jüngst zwei Artikel des ORF und der Kronen Zeitung, die an Skurrilität nicht zu überbieten sind und nur noch fassungslos machen.

Die Behauptungen im Weinviertel schlummern Shale-Gas Reserven für 30 Jahre sind genauso unwahr wie, dass Bio-Fracking chemisch möglich sei.

  • Im Jahr 2012 wurde das Vorhandensein und Volumen von Tonsteinschichten im „Vienna Basin“ mittels Frequenzresonanzmessungen festgestellt. Die daraus abgeleiteten 30-Jahre Gasvolumen sind Schätzungen der OMV! Es wurden Erfahrungswerte von untypisch ertragreichen Tonsteinschichten von anderswo extrapoliert. Da sind keine nachweislichen Messwerte dahinter! Erst im Jahr 2017 führte Herr Professor Doktor Sachsenhofer reale Messungen in 24 bestehenden Tiefenbohrungen durch. Dabei wurde ein Massenanteil kleiner 2wt% Total Organic Carbon (TOC) real gemessen, festgestellt. Das ist weit unter dem kritischen Schwellwert für eine ökonomisch sinnvolle Ausbeutung. Daher beschrieben Herr Professor Doktor Sachsenhofer und KollegInnen im Abstract und Conclusio „…limited potential…poor source rock…reduced economic significance…“.
  • Herr Professor Doktor Hofstätter von der Montanuni Leoben behauptet, seine Bio-Fracking-Lösung sei behördlich genehmigt und von der AGES als unbedenklich eingestuft. Auf Nachfrage dazu bei genau dieser Behörde erhält man jedoch als Antwort „…die AGES hat mit dieser Thematik nichts zu tun…“ [sic]. Zu dieser Ungereimtheit kommt hinzu, dass das eingesetzte Wasser beim Fracking über 17 Funktionen erfüllen muss. Die dabei wesentlichen sind Temperaturregelung bei über 1000bar Druck und das Abtöten jeglicher Bakterienfilme an den Oberflächen des frisch aufgesprengten Tongesteins. Das ist chemisch nicht mit den in Herrn Hofstätters Patent angeführten Additiven Kaliumcarbonat und Zitronensäure möglich. Daher beschreibt er auch in seinem Patent, dass er bereits „…bestehendes Lagerstättenwasser oder Ölfeldwasser…“ einsetzt. Sein Patent verweist auch auf 20 weitere Patente von den üblichen Explorationskonzernen, mit dem Einsatz von Tetramethylammoniumchlorid, Petroleumdestillate, Octylphenol und Biozide aus der Gruppe der Isothiazolinone. Greenwashing?

Fracking im Weinviertel macht ökonomisch keinen Sinn und ist ein ökologischer Wahnsinn. Warum also häufen sich seither offensichtlich gleichgeschaltete Medienberichte die nicht stimmen? Licht auf diese Frage und eine wahrscheinliche Antwort liefern Artikel von der Presse und dem Standard. Von der einleitend beschriebenen OMV-Strategieänderung profitieren alle Menschen und künftige Generationen, nur nicht der OMV-Vorstandsbereich, der sich mit der Produktion fossiler Rohstoffe beschäftigt – der soll ja abgedreht werden. Im Presse Artikel wird beschrieben, dass der OMV-Aufsichtsratsvorsitzende von inakzeptabel beeinflussenden Verhalten eines Vorstandes enttäuscht sei, Herrn Pleiningers Vertrag wurde über 2023 hinaus nicht mehr verlängert. Im Artikel wird ein Netzwerk rund um Herrn Pleininger beschrieben. Die OMV-Strategie wurde nach der letzten Aufsichtsratssitzung wieder abgeändert. Da steht nun auf einmal wieder, dass der Gasanteil auf 60% steigen soll und die Exploration auf 2026 hinausverlängert wird. Herr Pleininger lacht wieder von der OMV-Webseite. Herr ÖVP-Brunner beauftragte nun die ÖBAG, unkonventionelle Gasförderung in Österreich zu evaluieren. Hinzu kommt, dass genau bei diesem Herrn Brunner auch die Freigabe für solche Bergbauvorhaben liegt. Praktisch alles in einer Hand, nur nicht für uns Menschen im Weinviertel. Geschmacklos dabei ist, dass ein wesentliches Schiefergasvorkommen auch im Bereich rund um den Bodensee festgestellt wurde. Herrn Brunners Familie ist davon nicht bedroht, seine ÖVP-Landesorganisation hat Fracking in der Landesverfassung verboten. Die ÖVP in Niederösterreich nicht! Ich wünschte er und Herr Wallner würden in Niederösterreich wohnen.

Der Grund, warum ich Sie anschreibe, ist meine Hoffnung Ihre Aufmerksamkeit und objektive Einschätzung dieser momentanen Situation zu erlangen. Wir stehen heute Schiefergasfracking in Österreich näher als je zuvor! Selbst 2012 als dieser Irrsinn erstmals hochkam war schnell klar, dass Landes- und Bundespolitik dagegensteht. Heute fehlt der politische Widerstand. Glaubt man dem Presse-Artikel, arbeitet das Ego einzelner weniger Top-Manager mit Macht und Kontrollverlust, stetig daran, im Weinviertel zu fracken. Dann braucht es auch wieder einen Explorationsbereich. Oder wie Herr Roiss seit ein paar Monaten immer wieder trommelt, einen verstaatlichten Explorationsbereich. Kreativer Zufall, oder?

Leider nehmen wir keinerlei Widerstand oder Protest der grünen Politik auf Bundesebene wahr. Ein einziger grüner Antrag auf Landesebene wurde unabgestimmt eingereicht und von den anderen Fraktionen (außer SPÖ, Grüne) nicht angenommen. Ähnlich verhält es sich mit der zweiten Regierungspartei. Auf Bundesebene sind es ÖVP-Vertreter die das Thema unter dem Vorwand, von Russland unabhängig zu werden, vorantreiben. Da offensichtlich und klar ist, dass das nicht möglich ist, ist also auch deren Unterstützung gegen Fracking nicht zu erwarten. Der oberösterreichische ÖVP-Landeshauptmann forderte wiederholt Fracking in Niederösterreich, die Niederösterreichische ÖVP-Landeshauptfrau gibt keinen Kommentar dazu ab. Einzig drei ÖVP-Landespolitiker aus dem Weinviertel, Herren Wilfing, Schulz und Hackl sprechen sich öffentlich gegen Fracking aus. Warum dann aber gegen den jüngsten Antrag gestimmt wurde, ist fraglich. Genauso fraglich wie lange der Widerstand der drei Herren gegen die eigene gesamte restliche Partei standhält. Auch die übrigen Umweltschutzorganisationen WWF und Global 2000 zeigen präpotente Ignoranz zu dem Thema. Einzig Greenpeace gab Anfang September eine Pressemitteilung raus – das wars dann aber schon wieder… geht es so weiter, werden wir im Jahr 2023 mit dem Aufbau der ersten Probebohrung rund um Poysdorf rechnen.

Sie selbst, geschätzten Damen und Herren, vertreten unterschiedliche Interessensgruppen im Zusammenhang mit Umweltschutz. Die OMV plant alle 5km einen Bohrplatz der 7×24 bewirtschaftet wird. Tausende LKW-Fahrten pro Kalendertag sind zu erwarten um Bohrmaterial, über 735 000 Tonnen an Stützmittel, über 24 425 Tonnen an Additiven und 575 Tonnen an hochgiftigen Bioziden anzuliefern. Die Vogelpopulation wird darunter genauso leiden wie das Wildvieh. Wobei an Jagd dabei nicht mehr zu denken sein wird, wenn jede Bohrstelle mit einer eigens oberirdisch angelegten Pipeline zum Abtransport des kontaminierten Lagerstättenwassers errichtet wird – querfeldein im gesamten Weinviertel. Die Landwirtschaft wird stöhnen, wenn über 1 500 000qm fruchtbarer Ackerböden versiegelt werden. Wälder werden für die querfeldein zu legenden Zufahrtsstraßen gerodet. Hinzu kommt ein Trinkwasserverbrauch von 1 500 000 000 Liter in einer der trockensten Regionen. Durch die induzierte Seismik ist wie überall mit Erdbeben zu rechnen. In der berühmten Marcellus-Formation wurden über 40% des Trinkwassers vergiftet da Bio-Fracking eine Illusion ist. In Holland wurde ein riesiges Erdgaspotential aufgrund der eingetretenen Erdbeben erst vor kurzem geschlossen – trotz des Vermögens, das dort unterirdisch schlummert. Fracking erhöht den Methangasanteil in der Atmosphäre dramatisch, der Gletscherrückgang wird noch mehr beschleunigt – nur damit unsere bequeme Generation weiter ihre Gemütlichkeit hat. Auf Kosten unsere Kinder und Enkel.

In Anbetracht der Presse-Recherchen ist das zu erwartende Ergebnis der beauftragten Evaluierung einschätzbar. Es ist fünf vor zwölf, die Grünen und Umweltschutzorganisationen meinen „mizaru, kikazaru, iwazaru“. Schätzen offensichtlich „…das wird nix…“. Täuschen sich aber.

Schiefergasfracking ist der Totschlag für unsere Klimaziele, Vernichtung und Raub an Trinkwasser, Verbrauch von hunderten Tonnen an Nahrungsmittel (Kukuruz) zur Gasgewinnung, Zerstörung der Landwirtschaft im Weinviertel sowie der Vielfalt unserer Natur.

Bitte helfen Sie uns!

Niedersachsens Ministerpräsident schließt Fracking kategorisch aus

Neben Nordrhein-Westfalen steht auch Niedersachsens Ministerpräsident kategorisch gegen Schiefergasfracking ein. In Niedersachsens Böden sollen gemäß Schätzungen 800 Milliarden Kubikmeter Schiefergas schlummern (Vergleich: Im Weinviertel ca. 57 Milliarden Kubikmeter). Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil spricht sich dagegen aus, Niederösterreichs Landeshauptfrau schafft das bei gerade mal 7% vergleichbarem Volumen leider nicht.

„Jedes Projekt, das nach Aufhebung des gesetzlichen Verbotes angepackt würde, hätte mit langwierigen Diskussionen und Klageverfahren zu rechnen“, sagte Weil dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). „Deswegen hilft es uns aktuell nicht und es wird uns auch in der Perspektive nicht helfen, denn dann wollen wir raus aus den CO2-Emissionen.“

https://www.wallstreet-online.de/nachricht/15984660-wirtschaft-schliesst-fracking-gasfoerderung-kategorisch

Weinviertler Gemeinden geschlossen GEGEN Schiefergasfracking

Betroffene Weinviertler Gemeinden sprachen sich gemeinsam mit dem Landtagspräsidenten gegen Schiefergasfracking im Weinviertel aus. Die Gemeinderäte fassen Beschlüsse gegen Schiefergasfracking!

https://www.noen.at/mistelbach/poysdorf-nein-danke-keiner-glaubt-an-weinviertler-fracking-gas-poysdorf-fracking-schiefergas-karl-wilfing-christian-frank-franz-wagner-umweltvertraeglichkeitspruefung-horst-frank-josef-fuerst-print-337594282

Während Österreich Fracking „prüft“ ist man in Deutschland weiter!

Niederösterreichs Landeshauptfrau schweigt während Finanzminister Magnus Brunner die ÖBAG beauftrag Fracking im Weinviertel zu prüfen. In Nordrhein-Westfalen ist man weiter. CDU-Ministerpräsident Hendrik Wüst schließt Fracking in seinem Bundesland kategorisch aus, zu hoch sei die Gefahr für die dabei schwer in Mitleidenschaft gezogenen Trinkwasserschichten.

https://www.sueddeutsche.de/politik/regierung-duesseldorf-wuest-schliesst-fracking-zur-erdgasgewinnung-in-nrw-aus-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-220922-99-857681

Ein wilder Artikel in der Kronen Zeitung

In der heutigen Kronen Zeitung schreibt Herr Perry von „Texas im Weinviertel“ und, dass „eine Million Tonnen Rohöl“ in unseren Böden schlummern. Dass er dabei Erdgas und Rohöl vermengt ist egal. Dass man nicht von heute auf morgen Rohöl oder Erdgas fördern kann und sich so aus der russischen Abhängigkeit befreit, ist egal. Dass unsere Gazprom Verträge bis 2040 verbindlich laufen, ist egal.

Laut dieser „Studie“ schlummern „gigantische“ Erdgasvorkommen von 1,5 Milliarden Kubikmeter in unserem Erdreich. Ob es sich dabei um reales Gas oder nur Gasführende Gesteinsschichten handelt bleibt Herr Perry schuldig. Selbst unter optimistischer Annahme, es wäre reines Gas, beläuft sich der jährliche Bedarf in Österreich aber auf über 12,6 Milliarden Kubikmeter [1]. Wie man mit circa 11% Gasvorkommen eines einzigen Jahres von gigantischen Vorkommen tippen kann ist uns nicht verständlich. Nach 43 Tagen sind diese gigantischen Vorkommen verbraucht. Aus. Ende.

Herr Perry überschlägt sich in seinem Eifer auch bei den Rohöl-Vorkommen. Er bezeichnet das Weinviertel als Texas und überschlägt sich in Gigantomanie bei circa einer Million Tonnen Rohöl in heimischen Böden. Nun ja, die Texas-ähnlichen Zustände und gigantischen Vorkommen reichen in etwa für gerade mal einen Monat (32 Tage) Rohölbedarf in Österreich! Der liegt nämlich bei 11,3 Millionen pro Jahr [2]

In dem gesamten Artikel wird ziemlich wild Rohöl und Erdgas vermengt und mit extremen Superlativen ein Bild skizziert, das nicht viel mit der Realität zu tun hat.

TEXAS IM WEINVIERTEL
https://www.krone.at/2815564

[1] https://www.klimaaktiv.at/dam/jcr:17cec654-65ad-425a-9dce-d4ff9ab6db8b/2020%2012%2016%20Millgramm_klimaaktiv_Gaseinsatz%20Gasverbrauch%20alttext.pdf

[2] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/40574/umfrage/oesterreich-erdoelverbrauch-in-millionen-tonnen/

 

Niederlande schließen Erdgasquellen

Während in den Niederlanden aufgrund wiederholter Erdbeeben, ein realistisches Erdgasvolumen im Ausmaß von 1.000 Milliarden Euro geschlossen, nicht mehr gefördert wird – setzen ÖVP und Grüne in Österreich auf Schiefergasfracking! Der schwarz-grüne Plan sieht vor über 150.000 Tonnen an Tetramethylammoniumchlorid, Petroleumdestillate, Octylphenol und Biozide aus der Gruppe der Isothiazolinone in das Erdreich Niederösterreichs zu verpressen. Zusätzlich soll aus einer der trockensten Regionen noch über 15 Milliarden Liter Trinkwasser entnommen werden.

https://de.euronews.com/2022/09/22/niederlande-schliessen-erdgasquellen

Klimaaktivisten unterbrechen Nationalratssitzung

Unsere Jugend kämpft für ihre Zukunft. Leider muss sie das! Zu sehr werden künftige Generationen unter dem Desinteresse, der Bequemlichkeit und der Gier heutiger Eltern und Großeltern leiden müssen.

„Diese Welt haben wir von unseren Kindern nur geborgt“

https://www.oe24.at/oesterreich/politik/aktuell/klimaaktivisten-unterbrechen-nationalratssitzung/530853350

Fake News!: Mehrheit für Weinviertel-Fracking

Ein Umfrageinstitut aus dem südlichen Niederösterreich, welches Studien für die OMV erstellt, veröffentlichte eine qualitätsarme Studie zum Thema Fracking im Weinviertel. Dabei wurden 485 Antworten ausgewertet und repräsentativ für Österreich dargestellt.

Selbst, dass 85% der Befragten angeben nichts von Fracking zu wissen, hinderte Österreichische niveaulose Revolverblattjournalisten und reißerische Boulevardmedien wie zum Beispiel orf.at nicht, diese „Studie“ als Österreichische Mehrheitsmeinung zu veröffentlichen.

Ich lade jeden gerne ein, unter dem weiter unten angeführten LinkedIn-Link diese „Studie“ zu kommentieren. Nachdem sämtliche Agentur-Mitarbeiter diese Studie geliked haben. Die Frage wie man seriös aus einer Studie eine Aussage ableiten kann, nachdem 85% der Befragten angaben von dem Thema keine Ahnung zu haben!?

Unsere Stellungnahme dazu:

Sehr geehrter Herr Novak,

In ihrem herausragend schlechten Beitrag heute Morgen im Radiojournal auf Radio NÖ (https://noe.orf.at/player/20220921/NGM/1663740103513) verbreiten Sie Fake News. Ihr Beitrag ist ein wesentlicher Tiefpunkt an niveaulosem und qualitätslosem Journalismus. Völlig zurecht ist das Vertrauen in den ORF auf einem Tiefpunkt. Völlig zurecht laufen die GIS-Gebührenzahler bei der niveaulosen Leistung davon. Sie selbst arbeiten mit solchen Beiträgen am Niedergang dieses stolzen, traditionsreichen Unternehmens. Die ORF-KollegInnen, die sich um Qualität in Journalismus und Berichterstattung bemühen, können sich bei Ihnen für den, zurecht, schlechten Ruf, Misstrauen und Abwendung bedanken.

Sie berichten über eine Umfrage die eine „Agentur“ ohne Auftraggeber, als Eigenstudie erstellte (https://www.linkedin.com/posts/thomas-schwabl-27a7b0b2_fracking-in-at-activity-6977918019570135040-_hQ2?utm_source=share&utm_medium=member_desktop).

  • Haben Sie recherchiert, wie oft diese „Agentur“ denn schon jemals eine so spezifische Umfrage „ohne“ Auftraggeber durchführte? Kommt ihnen das nicht spanisch vor?
  • Ist Ihnen aufgefallen, dass die „Agentur“ stolz die OMV als Referenzkunden anführt?
  • Haben sie erwähnt, dass die Befragten sich bei dieser „Agentur“ registrieren und so ein Zubrot dazu verdienen? Die Befragten also für Geld ihre Antworten abgeben!
  • Also nebenberuflich diese Fragen beantworten? Haben sie erwähnt, dass knapp 70% der Befragten unter Maturaniveau sind?
  • Dass knapp 85% angeben keinen oder „mittelmäßigen“ Wissensstand zu Fracking zu haben? Und sie dennoch diese Antworten als Wert ansehen, im Radio gebracht zu werden?
  • Haben Sie erwähnt, dass über 66% der Befragten, die unter Maturaniveau sind und diese Fragen beantworten, um Geld zu verdienen, gar nicht wissen, dass es Shale Gas im Weinviertel gibt?
  • Haben Sie erwähnt, dass die „Agentur“ bei den Fragestellungen lügt? Dass die „Agentur“ bei der Fragestellung behauptet, dass die Montanuni Leoben ein umweltschonendes Verfahren zum Fracking entwickelt hat. Dabei aber aktiv und vorsätzlich verschweigt, dass diese Methode noch nie zum Einsatz kam? Dass diese Methode ebenso bestehendes Lagerstättenwasser mit all den Chemikalien einsetzt? Dass bereits im Jahr 2009 Halliburton mit ihren „Clean Fracking“ Produkten Clean STIM, Clean Stream, Clean Wave scheiterte? Dabei wurde ebenfalls versucht mit Kaliumcarbonat und UV-Licht all die schrecklichen Chemikalien zu ersetzen. Und Halliburton scheiterte! Und es funktionierte nicht! All das verschweigt diese „Agentur“ vorsätzlich und aktiv bei den Fragestellungen an die Menschen mit niedriger Bildung, welche diese Fragen für Geld beantworten. Die „Agentur“ die die OMV stolz als Referenzkunden anführt und diese sehr sehr spezifische Studie zu Shale Gas ohne Auftraggeber durchführt.
  • Dass in dieser Studie knapp 60% glauben, man könne mit Erdgas Brücken bauen? Die glauben tatsächlich, Erdgas wäre eine Brückentechnologie? Oder meint diese „Agentur“ das Lobbyisten-Unwort, um eine Lüge zu verkaufen?
  • Dass diese „Agentur“ bei ihren Fragen proaktiv verschweigt, dass Schiefergasfracking im Weinviertel zur jetzigen Versorgungsunsicherheit keinen Beitrag leisten kann? Dass frühestens in zehn Jahren der erste Tropfen Shale Gas fließen kann? Also nach 2030?
  • Dass diese „Mehrheit“ für Fracking auf den Antworten von 485 Personen mit überwiegend niedriger Bildung, ohne Wissen über Fracking und Vorkommen in Österreich basiert, die sich dafür bezahlen lassen?
  • Dass diese „Mehrheiten“ in absoluten Zahlen bei dieser „Studie“ ohne Auftraggeber 254 Personen sind, die sich für Fracking aussprechen und, dass 310 Personen sich für die Anwendung von „Clean Fracking“ aussprechen. Ohne zu wissen, dass Clean Fracking defacto unmöglich ist? Sie bezeichnen 254 Personen in einem ORF-Beitrag als repräsentative Mehrheit in Österreich? Das ist erbärmlich! Kommen Sie mal ins Weinviertel. Sie werden zehnmal so viele Menschen finden, die eine andere Mehrheit vertreten.

Ich schäme mich unermesslich, mit meinen GIS-Beiträgen so einen „Journalismus“ zu unterstützen. Ihr Beitrag ist niveauloser Auftrags- und Kampagnenjournalismus. Sie bauen sich damit ein Denkmal für kommende Generationen, wenn unsere Kinder und Enkel sich fragen, wie es zu unserer Zeit zu der Zerstörung unseres Lebensraums kommen konnte. Die Moderatorin leitet den Beitrag mit „…Felix Novak informiert…“ ein. Richtig wäre „…Felix Novak desinformiert…“. Eine Schande!

Mit freundlichem Gruß

Alles zum Thema Schiefergasfracking im Weinviertel

Alles zum Thema Schiefergasfracking im Weinviertel „in a nutshell“ – Also zum mitnehmen…

Was ist Schiefergas Fracking und wo im Weinviertel soll denn gefrackt werden? Gibt es „Green Fracking“? Und wie ist der Ressourcenverbrauch? Was kostet Schiefergasfracking bei uns denn und wie lange sind wir davon betroffen? Reichen die Reserven tatsächlich 30 Jahre? …oder eher nur sieben? Wenn überhaupt.

Warum Schiefergasfracking in der jetzigen Gas-Krise keine Lösung ist!

Schiefergasfracking im Weinviertel ist keine Lösung! Weder ökonomisch noch ökologisch.

Ökonomisch:

  • In den Medien werden Gasvorkommen behauptet, welche 20 bis 30 Jahre die Gasversorgung in Österreich sicherstellen. Leider stimmt das nur nicht! Im Jahr 2012 behauptete Herr Roiss, dass man vermutlich für 20 bis 30 Jahre, ca. 8 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich aus dem Weinviertel fördern könnte [1]. Der Gasverbrauch im Jahr 2019 lag laut E-Control [17] aber bereits bei 12,6 Milliarden Kubikmeter Gas, 8,3 Milliarden davon wurden importiert. Die Behauptung von Herrn Roiss ist aber auch nur eine Schätzung! Denn im Jahr 2012 als die OMV ein polnisches Unternehmen beauftrage Frequenzresonanzmessungen durchzuführen, wurde nur die Existenz von vermeintlich Schiefergasführenden Schichten erhoben, nicht das Volumen! Dabei stellte man fest, dass die auszubeutenden Schichten im nördlichen Weinviertel bei ca. 4500 Meter Tiefe liegen und sich bis ins Südliche Weinviertel auf 6000 Meter Tiefe verschlechtern. Dazu kommt, dass man im Jahr darauf weitere Erkenntnisse gewann, dass die Förderquoten einer Bohrung im ersten Jahr zwischen 63 und 80 Prozentpunkten zurückgeht [2]. Relativiert man die Schätzungen der OMV mit dem real gemessenen Förderquotenrückgang, kann man von einem Volumen von 57 Milliarden Kubikmeter im Weinviertel ausgehen (Jeweilige Mittelwerte der Bandbreitenschätzungen). Würde man rein hypothetisch glauben, dass die OMV tatsächlich in der Lage wäre, 8 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich zu fördern, wären wir mit dem Vienna Basins nach über sieben Jahren durch. Und den jährlichen österreichischen Bedarf hätten wir kein einziges dieser sieben Jahre auch nur einmal erfüllt.
  • Bevor Fracking in Deutschland verboten wurde, wurde im Jahr 2008 bereits Probe Fracking bei unseren Nachbarn in Deutschland gemacht. Das Ergebnis der Probebohrung „Damme 3“ war. „…Nach Angaben von ExxonMobil konnte durch die beiden Bohrungen kein ausreichendes Erdgaspotenzial am Standort nachgewiesen werden, was zum Entschluss der Verfüllung der Bohrungen führte…“ [3] Im europäischen Schiefergestein weit tiefer als 3000 Meter ist weniger bis kein Gas, anders als in den USA in 200 Meter Tiefe. Bei Fracking in Europäischen Tongestein war der nachweisliche Einsatz von 12,1 Millionen Liter Trinkwaser, 10,6 Tonnen Tonstabilisator Tetramethylammoniumchlorid (Schlumberger L064), 8,8 Tonnen Reibungsminderer Erdöldestillat, hydrogeniert sowie Polyethylenglycol-Octylphenylether (Schlumberger J313) und 460kg Biozide 5-Chlor-2-methyl-2H-isothiazol-3-on, 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on, Magnesiumnitrat und Magnesiumchlorid (Baker Hughes M275) erforderlich. Die Klassifizierungen dieser Additive sind T-Giftig, N-Umweltgefährlich, Xn-Gesundheitsschädlich sowie C-Ätzend [20].
  • Experten der Montanuni Leoben führten im Jahr 2017 neuerlich eine Studie unter anderem zur Ertragskraft des Vienna Basin durch [4]. Die Einschätzung zu den „Shale Members“ Falkenstein welche in 4500 Meter Tiefe liegen (also das höchste Feld) beträgt dabei 31,08 bzw. 34,65 mg/gTOC extractable Organic Matter (EOM). Das ergibt einen Massenanteil kleiner 2wt% Total Organic Carbon (TOC). Die Schätzungen aus 2012 der OMV, müssen mit den Ergebnissen der Montanuni Leoben neuerlich, nach unten revidiert werden. Daher kommen die Studienautoren auch im Abstract und der Conclusio zu den Aussagen
    • Abstract, Seite 1327 „…Based on TOC contents and the very deep position of the maturity cut-off values for shale oil/gas production (∼4000 and 5000 m, respectively), the potential for economic recovery of unconventional petroleum is limited…
    • Abstract, Seite 1327 „..The […] Lower Shale Member is are poor source rock…“
    • Conclusio, Seite 1355 „… relative low TOC contents and the very deep position oft he maturity cut-off values für shale oil and shale gas production reduces the economic significance oft he Falkenstein/Mikulov shale oil/shale gas play, despite of its great thickness…“
  • Im Jahr 2013 plante man zwei Probebohrungen im Weinviertel [5]. Der dabei geschätzte Aufwand betrug ca. 130 Millionen Euro Investment für zwei Bohrungen. Für eine ertragreiche Ausschöpfung plante die OMV alle 5km einen „Sondenplatz“. Das wären ca. 50 Bohrplätze im gesamten Weinviertel. Multiplizieren sie die 130 Millionen für zwei Plätze mit den 50 Bohrplätzen sprechen wir von ca. 3,25 Milliarden Euro Projektosten! Nicht umsonst sagte damals bereits Herr Veit von der OMV, dass die Förderkosten etwa vier- bis fünfmal teurer kommen als konventionelle Förderung.
  • Die ca. 3,25 Milliarden Euro Projektkosten erstrecken sich auf ca. 30 bis 40 Jahre Laufzeit (ca. 2 Jahre UVP, ca. 8 Jahre Aufbau und Vorarbeit, ca. 20-30 Jahre Förderung). Bereits im Jahr 2012 ging man von einer achtjährigen Vorlaufzeit aus, um überhaupt sagen zu können, ob Fracking im Weinviertel „darstellbar“ sei [5]. Auch neuerlich wiederholte Herr Stern von der OMV diese Vorlaufszeit [6]. Dazu kommt noch eine verpflichtende UVP welche ca. 2 Jahre dauert. Sollte also in dieser Zeit der Ukrainekrieg enden und wir mit Russland wieder normale Wirtschaftsbeziehungen aufnehmen, die russische Gasversorgung Vorkrisen-Niveau erreichen und Russland wieder mit dem Preis drücken, dann wäre das Fracking im Weinviertel ruckzuck wieder unrentabel. Dieser Business Case setzt also voraus, dass wir den jetzigen Krisenzustand mindestens 30 Jahre aufrechterhalten müssen. Zur Erinnerung: Als in den USA der Shale Oil Boom einsetzte, steigerten die OPEC Länder ihre Förderquoten und senkten so den Barrel-Preis. Neben den stark zurückgehenden Förderquoten war das der Dolchstoß für viele der Fracking-Fields in den USA die reihenweise Konkurs anmelden mussten [7].
  • Entgegen den Behauptungen der OMV aus dem Jahr 2012, erfolgt die Wertschöpfung nicht in Österreich. Bereits die Messungen im Jahr 2012 wurden an eine polnische Firma vergeben. Weder die RAG noch die OMV verfügen über die Erfahrung, das Material, Personal und Kenntnis selbst zu Fracken. Dazu kommt, dass die OMV bis 2050 vollständig aus der Öl- und Gasproduktion aussteigt [8]. Explorationskonzerne wie Halliburton, Exxon Mobil oder Schlumberger werden dazu Förderaufträge erhalten mit 20 bis 30 Jahren Laufzeit. In Österreich bleiben die Kosten, versiegeltes Land, vergiftetes Trinkwasser; Die Steuern auf Löhne und Gewinne werden die Explorationskonzerne in ihren Ursprungsländern (Niedriglohnländer) abführen. Wenn Russland in ein paar Jahren sein Gas wieder verkaufen möchte, den Preis drückt (a’la OPEC), die Oberösterreichische Schwermetall- und Chemische Industrie dann sofort das billige Russengas kauft, steht die OMV mit dem Fracking-Vertrag da. Das Unternehmen wird sehr unwahrscheinlich einen 3 Milliarden Euro Ausfall selbst stemmen können. Der Steuerzahler wird einspringen dürfen. Wie schon erwähnt, ein besonders riskanter Business Case, ein besonders langatmiger Business Case.

 

Ökologisch

  • Oft wird erwähnt, dass in den USA in 200 Meter Tiefe gefrackt wird, bei uns in 4.000 Meter Tiefe. Daher sei das Grundwasser nicht in Gefahr. Das ist nur bedingt richtig, denn um 4.000 Meter (richtigerweise 4.500 bis 6.000 Meter) tief zu bohren, müssen sie auch durch die 200 Meter tiefen Trinkwasser-Schichten durchbohren und durchfördern. Dazu gibt es Erfahrungswerte! In der „berühmten“ Marcellus Formation wurden ca. 40% der Trinkwasservorkommen vergiftet! Daher wurde nicht nur in Europa, sondern sogar in den USA im Jahr 2008 das Fracking in der Marcellus Formation VERBOTEN! [9] [10]
  • Aufgrund der nachweislichen Umweltschäden, realen Erdbeben und dem Flächenverbrauch ist in Österreich in Vorarlberg, in Europa in Italien, Frankreich, Belgien, Niederlanden, Luxemburg, Schottland, Irland, Deutschland, Dänemark, Tschechien, Bulgarien und Wales Schiefergasfracking verboten! Spanien, Kroatien und Slowakei haben Fracking darüber hinaus stark beschränkt! [11] Ich hoffe sie gehen nicht davon aus, dass die alle keine Ahnung haben.
  • Neben den Experten von der Montan Uni gibt es dort auch noch den Herrn Hofstätter. Der Herr hatte im Jahr 2014 das Patent EP3046990B1 [12] angemeldet welches die Basis für seine vermeintliche „Bio-Fracking-Lösung“ ist, sowie im Jahr 2014 auch eine kommerzielle Marke, BEER, dazu registriert [13]. Dem erträumten Lizenzreichtum steht Herrn Hofstätter nun nur noch die absolute Unwirtschaftlichkeit von Fracking in Europa sowie der Claim 5 und Anhang seines Patents im Weg. Denn BIO-Fracking ist nicht möglich. Um „Hydraulic Fracturing“ zu betreiben, müssen sie dem Frack Fluid Stoffe beimengen um die Viskosität des Fluids zu ermöglichen, Bakterien zu zerstören, Rost zu vermeiden, Temperaturen bei über 1000 bar Druck zu regulieren, hochgiftigen Schwefelwasserstoff entfernen und Eisenablagerungen vermeiden. Er setzt dabei auf Mais-, Kartoffel- und Holzstärke, Kaliumcarbonat (Salz), Bauxit und Sand (Stützmittel) sowie Zitronensäure (pH Regulator). Alles keine „giftigen Stoffe“. Allerdings können sie damit auch nicht Bakterien zerstören, Rost vermeiden, Temperaturen regeln, Schwefelwasserstoff entfernen oder Eisenablagerungen vermeiden. Daher hat Herr Hofstätter in seinem Patent unter Claim 5 auch angeführt, dass sein Frack Fluid neben den erwähnten Stoffen auch „… aus einer Gruppe, welche besteht aus Süßwasser, und Lagerstättenwasser oder Ölfeldwasser…“ besteht. Er mengt also bereits bestehendes Lagerstättenwasser mit all den giftigen Chemikalien von anderen Bohrlöchern seiner Lösung bei! Dazu verweist sein Patent auch auf 20 bestehende Patente von Halliburton, Chevron, BP, Schlumberger, Shell Oil, Mobil Oil und Texaco mit all deren bereits existierenden chemischen Substanzen (Tetramethylammoniumchlorid, Petroleumdestillate, Octylphenol und Biozide aus der Gruppe der Isothiazolinone).
  • Bereits 2011 versuchte sich Halliburton in Clean Fracking und brachte seine „Suite“ CleanStim(TM), CleanStream(TM) und CleanWave(TM) heraus. Anders, besser als bei Herrn Hofstätters Patent wurde dort noch zusätzlich mit UV-Licht versucht die Bakterien abzutöten. Diese Methode kam 2011 erstmals in El Paso in Texas zum Einsatz. Dabei wurde kaum bis gar kein Shale Gas nach oben transportiert, da aufgrund der fehlenden Biozide an den Oberflächen des aufgesprengten Gesteins sich sehr schnell bakterielle Filme bildeten. Daher musste man auch öfters Spülen und so kam man auf einen Trinkwasserverbrauch von circa 22 Millionen Liter! Davon wurden nur 3,8 Millionen an Wasser recycled und konnten so wieder als Frack-flüssigkeit eingesetzt werden (17%). Es wird auch berichtet, dass man 9085 Liter an Bioziden einsparen konnte. Wieviel dennoch verpresst wurde, wurde nicht angegeben [19]
  • Es gibt weltweit keinen einzigen Nachweis, dass Herrn Hofstätters Patent oder seine Marke, sein BIO-Fracking irgendwo bereits eingesetzt und bestätigt wurde. Die wenigen Kommentare online dazu sind von ehemaligen oder aktuellen Studenten. Das ist auch nicht verwunderlich, denn warum sollten Explorationsunternehmen für die Verpressung von chemischen Stoffen die sie schon immer verpressen, Lizenzen bezahlen? Das deutsche Umweltbundesamt untersuchte 88 Zubereitungen von Frack-Fluiden und bewertete davon 63 als giftig, umweltgefährlich, gesundheitsschädlich, reizend und ätzend. Darüber hinaus waren davon 37 (Trink-)Wassergefährdend. Bei den Untersuchungen wurden 112 verschiedene Stoffe in den Zubereitungen gefunden. 76 davon waren identifizierbar und wurden daher auch bewertet. Hingegen 36 Stoffe konnten nicht eindeutig identifiziert werden und daher auch nicht bewertet werden. Wir wissen also nicht, was die explorierenden Unternehmen noch beimengten [14].
  • Der rückgeführte Frack Fluid, der Flowback oder auch Lagerstättenwasser transportiert neben dem Schiefergas auch sogenannte „unerwünschte explorierte Stoffe“. Also unabhängig wie umweltschonend das von oben verpresste Frack Fluid ist, der Flow Back transportiert Stoffe welche seit Millionen von Jahren in der tiefe schlummern, mit nach oben. Diese sind Quecksilber, Blei, Arsen, Benzol, Toluol, Ethylbenzol, Xylol, Radium 226, Polonium 210 und Uran 238. Unter anderem beauftragte das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft dazu im Jahr 2013 eine Studie [15].
  • Die Ausbeutung des Vienna Basins verlangt auf österreichischer Seite ca. 50 Bohrplätze. Pro Bohrplatz werden 30.000qm Landfläche versiegelt, das sind gesamthaft 1.500.000qm versiegelter, zubetonierter Acker und landwirtschaftlich nutzbare Fläche. Zu diesem Landverbrauch kommen noch die Schottertrassen, welche querfeldein errichtet werden müssen, um den Bohrplatz zu erreichen. Zur Abführung des Schiefergas ist eine oberirdische Gaspipeline quer durch das Weinviertel 55km von Herrnbaumgarten nach Auersthal geplant!
  • Pro Bohrplatz werden 25 Bohrungen durchgeführt, also ca. 1250 Bohrungen. Pro Bohrung benötigen sie ca. 12.000 Kubikmeter Trinkwasser. Das sind 12 Millionen Liter! Die OMV plant diesen Wasserbedarf nicht anzuliefern, sondern aus lokalen Wasserbrunnen zu entnehmen. Wir reden also von einem Wasserbedarf in den 20- 30 Jahren der Förderung von ca. 15 Milliarden Liter Trinkwasser. Dem ist entgegenzuhalten, dass unser schönes Weinviertel gerade austrocknet. Wir haben zum Beispiel in Poysdorf 42% weniger Niederschlag als im Klimamittel [16]. Der von der OMV veranlagte Wasserverbrauch entspricht ca. dem Verbrauch der Stadt Mistelbach auf 15.000 Jahre! Ich denke es gibt einen besseren Einsatz für klares sauberes Trinkwasser als damit Gas zu vier- bis fünf Mal teureren Kosten zu fördern.
  • Ebenso ist der globale Footprint von Schiefergas-Fracking drastisch tragischer als konventionelle Öl- oder Gasförderung. Seit dem Fracking-Boom in den USA ist der Methangehalt in der Atmosphäre drastisch gestiegen. Methangas ist um 84-mal höher am Treibhauseffekt schuld als zum Beispiel CO2. Bereits 20% des derzeitigen Treibhauseffekts, der globalen Erwärmung sind auf Methangas zurückzuführen [18]

Rein ökonomisch betrachtet ist Schiefergasfracking im Weinviertel genauso, als würde man Schluckauf mit einer Chemotherapie behandeln. Es bringt nichts und verursacht noch weitaus schlimmere Folgeschäden. Rein ökologisch betrachtet, zerstört es die Umwelt unserer Kinder! Schiefergas Fracking bringt nur Personen etwas, die bei der OMV aufgrund der Strategieänderung Macht- und Kontrollverlust haben oder auf Lizenzreichtum hoffen…

[1] https://www.diepresse.com/713891/schiefergas-fuer-30-jahre-in-oesterreich-omv-will-aber-nur-oekologisch-foerdern

[2] https://www.boell.de/sites/default/files/2013-10-schiefergas_1.pdf

[3] https://www.erdoel-erdgas-deutschland.de/nachrichten-zur-erdoel-und-erdgaserkundung-sowie-foerderung-der-abgelaufenen-woche

[4] https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0264817217302829

[5] https://www.tt.com/artikel/4203409/omv-will-weinviertler-schiefergas-ab-2020-foerdern

[6] https://www.derstandard.de/story/2000136061015/steigende-gaspreise-kommt-jetzt-das-fracking-zurueck

[7] https://www.derstandard.at/story/2000020880666/erste-grosse-fracking-pleite-in-den-usa

[8] https://www.omv.com/de/ueber-uns/unternehmen/strategie/exploration-production

[9] https://eros.usgs.gov/doi-remote-sensing-activities/2016/usgs/landscape-effects-hydraulic-fracturing

[10] https://de.wikipedia.org/wiki/Marcellus-Formation

[11] https://www.dw.com/de/us-fracking-gas-f%C3%BCr-europa-freiheit-oder-klima-selbstmord/a-61296262

[12] https://patents.google.com/patent/EP3046990B1/de

[13] http://seeip.patentamt.at/MarkeSuche/Details/c6d287b6-e89c-4886-a136-c9d85adc10ae

[14] https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/461/publikationen/k4346.pdf

[15] https://files.fwu.at/Projekte/2014/StudieSchiefergas.pdf

[16] https://www.krone.at/2785862

[17] https://www.klimaaktiv.at/dam/jcr:17cec654-65ad-425a-9dce-d4ff9ab6db8b/2020%2012%2016%20Millgramm_klimaaktiv_Gaseinsatz%20Gasverbrauch%20alttext.pdf

[18] https://www.youtube.com/watch?v=DFjSflLcOMg

[19] https://ir.halliburton.com/news-releases/news-release-details/el-paso-and-halliburton-pioneer-first-natural-gas-completion

[20] https://www.bund-nrw.de/fileadmin/nrw/dokumente/Energie_und_Klima/2012_09_gutachten_fracking_nrw_2012_lang_04.pdf

 

Kleine Zeitung: In der OMV hält man Felbermayrs Idee, schnell auf Schiefergas zu setzen, für unrealistisch

Vorschläge von Wifo-Chef Felbermayr stoßen auf Ablehnung
Für Industriellen-Präsident Knill „in der Praxis nicht umsetzbar“. Zementindustrie braucht nur mehr wenig Gas. OMV: Fracking kurzfristig nicht möglich.

Fracking, Zement & Co.: Vorschläge von Wifo-Chef Felbermayr stoßen auf Ablehnung | Kleine Zeitung

Die Lüge vom BIO-Fracking – Greenwashing

Schon wieder bietet man Hofstätter eine Bühne um seine Lüge vom BIO-Fracking vorzutragen. Seine Hoffnung mit seinen Patenten doch noch reich zu werden ist scheinbar groß. Komisch nur, dass bereits wo gefrackt wird, nicht auf seine sichere BIO-Methode zurückgegriffen wird.

Warum? Weil sie nicht stimmt und nicht einmal die halbe Wahrheit ist – daher eine Lüge. Unabhängig von den Chemikalien die von oben herabgepresst werden, werden giftige und radioaktive Stoffe welche heute im Erdreich schlummern nach oben befördert, durch Trinkwasserschichten und versickern oberirdisch im Grundboden. Dazu kommen alle 4km(!) Bohrtürme, Hunderte Pipeline-Systeme, hunderttausende LKW-Trassen und Millionen an LKW-Kilometer. Der Sand, das Wasser, die Chemikalien und das Gas kommen nicht von alleine von und zur Bohrstelle…

Die vermutlich polnischen Bohrfirmen werden dabei auch gerne das Grundwasser im Weinviertel ausbeuten, denn das ist sicherlich billiger als es teuer von wo anders herbei zu schaffen. Das ohnehin schon trockene Land bei uns, leidet durch die Profitgier von Hofstätter und OMV neben den bereits oben genannten Schäden,noch mehr.

https://tvthek.orf.at/profile/konkret/13887640/konkret/14137508/Umweltfreundliches-Fracking/15175229

Milliarden Kubikmeter Gas werden sinnlos verbrannt

Überall kleine Brände. So sieht die Welt auf der Karte des Online-Projekts Skytruth aus: Klei­ne Punkte leuchten auf allen Kontinenten. Es handelt sich nicht um Waldbrände oder andere Naturkatastrophen. Eine Katastrophe sind die Feuer dennoch – für das Klima. Was diese Brän­de antreibt, ist Gas, das bei der Förderung fossiler Rohstoffe aus dem Untergrund nach oben strömt. Weil man es gerade nicht auffangen kann, wird es angezündet. Flaring nennt sich die Praxis. Pro Jahr setzt sie etwa 300 Millionen Tonnen CO₂ und in erheblichem Um­fang Methan frei, ein rund 30-mal so potentes Treibhausgas. Mit dem Fracking-Boom in den USA hat sich das Problem dras­tisch verschärft – Hintergründe hat die SZ (kostenpflichtig).

Einseitig und unseriös: Umweltgruppen kritisieren Kick-Off-Veranstaltung der LNG Agentur Niedersachsen

23.6.2020 GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG : Food & Water Action Europe, Deutsche Umwelthilfe e.V., BUND Landesverband Niedersachsen e.V., Klimabündnis gegen LNG

Rund 100 Teilnehmer*innen haben am 18. Juni an der Online-Kick-off-Veranstaltung der LNG Agentur Niedersachsen teil­genommen, darunter auch Vertreter*innen von Umweltgruppen wie Food & Water Action Europe, das Klimabündnis gegen LNG und BUND Niedersachsen. Diese kritisieren massiv die voreingenommene Haltung dieser staatlich geförderten Agentur und das vollständige Fehlen der Betrachtung kritischer Studien zu den negativen Klima-, Umweltschutz- und Wirtschaftsauswirkungen bei der Etablierung einer LNG-Infrastruk­tur.

Veranstaltung: kritische Kommentare der Umweltvertreter*innen nicht zugelassen

„Auf der Veranstaltung wurden kritische Kommentare der Umweltvertreter*innen nicht zugelassen und pauschal als Halbwahrheiten abgetan“, berichtet Andy Gheorghiu von Food & Water Action Europe. „Es ist offen­sichtlich, dass ein seriöser Diskurs über die negative Klimawirkung von Erdgas und das Generieren von Investitionsruinen mit Steuergeldern im Keim erstickt werden soll.“

„Während die neue irische Regierung Fracking verbannt und damit das dortige Terminal beerdigt, will Deutschland es allen recht machen und den Import von US Fracking-Gas als LNG nach Deutschland ermöglichen“, kritisiert Christian Völker vom Klimabündnisses gegen LNG. „Jetzt versucht die LNG Agentur uns auch noch allen Ernstes Bio-LNG, welches in den benötigten Volumina gar

Niedersachsens Wirtschaftsminister Althusmann

„Wirtschaftsminister Althusmann betonte in seinem Grußwort, dass die LNG Agentur die Wirtschafts- und Umweltschutzpotenziale zusammen mit Stakeholdern erschließen soll“, ergänzt Heiner Baumgarten vom BUND Niedersachsen. „Bisher wurde jedoch kein*e Vertreter*in der Zivilgesellschaft oder der Umweltverbände in den Prozess eingebunden. Die LNG Agentur scheint komplett voreingenommen zu sein.“

Deutsche Umwelthilfe: LNG-Terminals in Niedersachsen leisten keinen Beitrag zur Energiewende

„Die geplanten LNG-Terminals in Niedersachsen leisten keinen Beitrag zur Energiewende. Sie bedeuten viel mehr das Risiko, die Lebensdauer fossiler Geschäftsmodelle zu verlängern und gefährden damit das Erreichen der Klimaziele“, sagt Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz der Deutschen Umwelthilfe. „Es muss einen offenen Dialog darüber geben, welche Infrastruktur die Energiewende benötigt. Dafür ist es notwendig, auch umwelt- und klimapolitische Expertise in die Debatten einzubringen. Einseitige Veranstaltungen, in denen ausschließlich die LNG-Lobby zu Wort kommt, helfen da nicht weiter.“

Die Umweltgruppen verwiesen darauf, dass Erdgas mit seinen Treibhausgas-Emissionen Teil des Klima­problems ist. Insbesondere LNG aus Fracking-Gas sei wegen der Umweltauswirkungen bei der Förderung, den Vorkettenemissionen und den hohen Energieverlusten bei Herstellung und Transport mindestens so klimaschädlich wie Kohle. Auch haben Studien der niederländischen Regierung und des Umweltbundesamtes nachgewiesen, dass LNG im LKW keine Klimavorteile gegenüber Diesel erzielt. Die Förderung des Aus- bzw. Neubaus von Gasinfrastruktur mit einer Lebenszeit von 30 bis 50 Jahren mit öffentlichen Mitteln riskiert die Schaffung von sogenannten Lock-In-Effekten über den Zeitpunkt der vollständig notwendigen Dekarboni­sierung hinaus. Zudem haben Studien gezeigt, dass die vorhandene deutsche und europäische Gasinfra­struktur ausreichend ist und Milliarden an öffentlichen Mitteln in Investitionsruinen verschleudert werden.

Hintergrund:

Die LNG Agentur Niedersachsen wird als Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und vom Land Niedersachsen über die „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschafts­struktur“ (GRW) gefördert. Sie ist bei der MARIKO gGmbH in Leer angesiedelt. Das übergeordnete Ziel der LNG Agentur Niedersachsen ist die Förderung der LNG-Infrastrukturentwicklung an der niedersächsischen Nordseeküste.

Neues von Gasversorgung und Klimaschutz aus der Schweiz

Was gibt es Neues aus der Schnittmenge von Gasversorgung und Klimaschutz in der Schweiz?

  1. Gemeinde-Ratgeber aus Projekt «Gas-Infrastruktur» der Metropolitankonferenz Zürich
  2. Positionspapier des BfE zur künftigen Rolle von Gas
  3. Chancen und Grenzen der erneuerbarer Gase aus Systemsicht: neue Studie des Öko-Instituts
  4. Vernehmlassung zum Gasversorgungsgesetz
  5. Leistungsbilanz Ausbau der einheimischen Biogaserzeugung
  6. Gasnetz 2040: Sauber oder leer!

1. Das gemeinsam von der Metropolitankonferenz Zürich, EBP Schweiz AG, den Kantonen St. Gallen und Zürich und mehreren Partnern getragene Projekt «Gas-Infrastruktur» ist seit kurzem abgeschlossen. Die Resultate – in Form eines Fachberichts und eines Ratgebers für Gemeinden – sind unter www.metropolitanraum-zuerich.ch/themen/kooperationsprogramm/zukunft-der-gas-infrastruktur.html abrufbar. Der WWF Schweiz begrüsst das Projekt als einen Schritt in die richtige Richtung. Die Ergebnisse – Ratgeber und Fachbericht – sind jedoch einen Kompromiss aus den Anliegen der verschiedenen beteiligten Akteure und entsprechen damit nicht voll der Haltung des WWF. So werden beispielsweise Einsatzbereiche für erneuerbares Gas benannt, für die es allenfalls effizientere Lösungen geben wird. Die Sichtweise des WWF findet sich in unserem Hintergrundpapier (www.wwf.ch/erdgas bzw. www.wwf.ch/gaz_fossile).

2. Im Oktober 2019 hat das Bundesamt für Energie ein Positionspapier zur künftigen Rolle von Gas und Gasinfrastruktur in der Energie-versorgung der Schweiz publiziert: www.bfe.admin.ch/bfe/de/home/news-und-medien/publikationen.exturl.html/aHR0cHM6Ly9wdWJkYi5iZmUuYWRtaW4uY2gvZGUvcHVibGljYX/Rpb24vZG93bmxvYWQvOTgyMw==.html  Das Dokument liefert einige wichtige und hilfreiche Grundlagen für die Diskussion der künftigen Gasversorgung. Es bestärkt den auch vom WWF propagierten Grundsatz, dass erneuerbare Gase vorrangig dort eingesetzt werden sollen, wo sie für Klimaschutz und Versorgungssicherheit unverzichtbar sind – und dass Raumwärme und Warmwasser nicht zu diesen Verwendungszwecken gehören. Warum erneuerbare Gase in diesen Bereichen dennoch vorübergehend zum Einsatz kommen sollen, kann das BfE nicht überzeugend darlegen. Zumindest besteht dadurch die grosse Gefahr, dass in neue Gasheizungen mit einem kleinen Biogas-Anteil investiert wird, die über ihre gesamte 20-jährige Lebensdauer teil-fossil betrieben werden – während die Schweiz spätestens 2040 längst netto-null Emissionen erreicht haben muss. Für diese Heizungen gibt es meist komplett erneuerbare Alternativen und das Biogas würde in anderen Anwendungen dringender gebraucht.

3. Das deutsche Öko-Institut hat eine Übersichtsarbeit zum Forschungsstand bzgl. strombasierter Stoffe – also auch Power-to-Gas (PtG) – vorgelegt: www.oeko.de/publikationen/p-details/die-bedeutung-strombasierter-stoffe-fuer-den-klimaschutz-in-deutschland. Die Autoren zeigen auf, dass strombasierte Stoffe wie PtG zur Erreichung ambitionierter Klimaschutz-Ziele erforderlich sind. Zugleich betonen sie, dass diese aufgrund begrenzter Ressourcen (erneuerbarer Strom, allenfalls CO2) und hoher Kosten immer erst die dritte Wahl sind: nach Ausschöpfung der Effizienz-Potenziale und direkter Stromnutzung. Sie gehen davon aus, dass ein Grossteil der strombasierten Stoffe aus dem Ausland importiert werden wird, und zeigen Regulierungsbedarf auf. Die Resultate beanspruchen Gültigkeit für Deutschland, sind aber teilweise auch auf die Schweiz übertragbar.

4. Die Vernehmlassung des GasVG ist abgeschlossen. Die Auswertung der Antworten durch das BfE läuft. Aus Sicht des WWF braucht es klare Spielregeln für den fossilen, klimaschädlichen Energieträger Erdgas – und der (wachsenden) Anteile an erneuerbaren, klimaverträglichen Gasen. Die Spielregeln müssen so ausgestaltet sein, dass die Gasversorgung so schnell vollständig dekarbonisiert wird, wie es das von der Schweiz ratifizierte Klimaabkommen von Paris und die aktuellen Erkenntnisse der Wissenschaft vorsehen (für Industrieländer wie die Schweiz spätestens 2040). Dies muss nicht alles im GasVG geregelt sein (für vieles eignet sich z. B. das CO2-Gesetz viel besser), aber die Vorgaben im GasVG dürfen dem nicht im Wege stehen. So fordert der WWF, dass die Gasnetzbetreiber die vorzeitige Stilllegung von Gasleitungen und allfällige Rückbaukosten anrechnen können. Dies legt auch eine Studie im Auftrag des BfE selbst nahe (www.bfe.admin.ch/bfe/de/home/versorgung/fossile-energien/erdgas/gasversorgungsgesetz.exturl.html/aHR0cHM6Ly9wdWJkYi5iZmUuYWRtaW4uY2gvZGUvcHVibGljYX/Rpb24vZG93bmxvYWQvOTgzNg==.html), es fehlt aber in der Vernehmlassungsvorlage.

5. Der Verband der Schweizerischen Gasindustrie (VSG) hat sich selbst zum Ziel gesetzt, bis spätestens 2030 mindestens 30% des Gasverbrauchs im Wärmesektor – also ca. 18% des gesamten Gasbedarfs – mit erneuerbarem Gas zu decken. Auch wenn dieses Ziel mit Blick auf eine vollständige Dekarbonisierung des Gasverbrauchs bis 2040 völlig unzureichend ist, lohnt sich ein Blick auf die bisherige Leistungsbilanz bzw. den Grad der Zielerreichung. Dabei wird deutlich, dass zumindest die einheimische Erzeugung und Einspeisung von Biogas längst nicht auf Zielkurs ist, sondern auf sehr niedrigem Niveau stagniert. Der Anteil am Endverbrauch Erdgas bleibt weiter unter 1%. Die Werte für importiertes Biogas, die der VSG in seiner Rechnung berücksichtigt, sind nur geringfügig besser. (Quelle: https://gazenergie.ch/fileadmin/user_upload/e-paper/GE-Jahresstatistik/VSG-Jahresstatistik_2019.pdf). Fazit: Es braucht viel mehr Biogaserzeugung in der Schweiz!

6. Nicht erst in Zeiten von Corona gilt es immer wieder, Investitionsentscheidungen unter Unsicherheit zu treffen. Niemand kann dabei Gewissheit über die gesellschaftlichen, technologischen und ökonomischen Entwicklungen der nächsten Jahrzehnte für sich proklamieren, auch der WWF natürlich nicht. Aber das bewährte Vorsorgeprinzip gebietet es, auf die Optionen zu setzen, die die Erreichung der wichtigsten Ziele – und das heisst heutzutage definitiv auch: Vermeidung einer katastrophalen Klimastörung – in den verschiedensten denkbaren Szenarien maximal wahrscheinlich macht. D. h. Ihre Entscheidungen müssen uns darin unterstützen, die Energieversorgung spätestens 2040 CO2-frei zu gestalten. Die Messlatte lautet kurz gesagt: «Gasnetz 2040 – sauber oder leer».

Bericht zu eingesehenen Projektunterlagen zur Förderung von Kohlenwasserstoffen verlautbart vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus

Die Eintragung von ADX VIE GmbH ins Firmenbuch erfolgte am 23.7.2019:

Geschäftszweig:  Gewinnung von flüssigen und gasförmigen Kohlenwasserstoffen

Kapital: 35.000 EUR

Gesellschaftserrichtung am 28.6.2019, Geschäftsführer Jan Zacharia Tchacos, Paul Fink; Gesellschafterin: Terra Energy Limited, Einlage 35.000 EUR

Das BM für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (Schramböck) veröffentlichte gemäß § 25a Abs. 14 AußWG 2011 am 4.11.2019.

Ein aufschlussreiches Release vom 2.7.2019 der ADX Energy Australien  wurde zwischenzeitlich von deren Homepage entfernt. UK, Rumänien werden auch erwähnt.

Zu den am 04.03.2020 in Zistersdorf eingesehenen Unterlagen zu „Gaiselberg 96“ derzeit nur so viel:

1)      Bergbaubetrieb: ADX VIE GmbH, 1010  Canovagasse 5

2)      Bohrunternehmer: RAG Energy Drilling (RED), Gampern

3)      GA-096 (Gaiselberg 96)

4)      Zweck: Öl-Produktionsbohrung

Grundbesitzer: einige Private und für die Grundstücke Nr.1860 + Nr. 1861 (Bohrplatz) die RAG Exploration&Production GmbH, 1015 Schwarzenbergplatz 16

Rechtsnachfolger für Nr. 1860 +1861 ist ADX VIE

Grubenfelder: Gaiselberg A und Gaiselberg B

Bohrarbeiten erfolgen entweder mit  Bentec E 200 oder E 202 der RAG Energy Drilling.

Übernehmender Betrieb: Bohr- und Förderbetrieb Zistersdorf  ADX VIE GmbH

Bohrtiefe ca. 1.915m TVD – bedingt durch die Schrägbohrung wird die gemessene Teufe (MD) ca. 2.300m sein, „der tatsächliche Bohrungsverlauf wird der Montanbehörde nach Bohrende vorgelegt.“

Eine Messung der Gaskonzentration auf Methan in der Umgebungsluft erfolgt laufend – an der Messstelle Unterbau auch auf H2S (Schwefelwasserstoff), Alarmierungen erfolgen optisch und akustisch

„Die Ableitung von KW (Kohlenwasserstoff)-Zuflüssen erfolgt über ein Düsen-Manifold wahlweise an einen Degasser, über eine Fackel oder direkt über die Rüttelsiebe in die Kammer 1 des Spülungstanksystems“

Entweichendes Gas:

Gasspürgerät-Messwerte werden permanent aufgezeichnet. „Bei Erreichen von 10% UEG der dauerhaft installierten Gaswarngeräte wird eine akustische und optische Vorwarnung ausgelöst.“

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxZu den am 9.3. verlautbarten Produktionsbohrungen kommen am 10.03.2020 weitere 3 Verlautbarungen dazu – und es werden demnächst 3 Flutbohrungen (Entsorgung von Wässern & Erhöhung des Lagerstättendrucks sind die Funktionen von Flutsonden) verlautbart werden:

Produktionsbohrungen – „Verhandlung“ am 23.3.2020

„Prottes 228“

„Prottes 230“

Produktionsbohrungen –„Verhandlung“ am 25.3.2020

„Prottes 232“

„Prottes 233“

„Prottes 235“

Flutbohrungen – „Verhandlung“ am 30.3.2020 (noch nicht verlautbart, aber schon in Gänserndorf aufliegend)

„Prottes 229“

„Prottes 231“

„Prottes 234“

Vorab: Diese Bohrungen liegen auf Grundstücken in der Katastralgemeinde Gänserndorf – daher liegen die Unterlagen in Gänserndorf zur Einsichtnahme auf, obwohl sie „Prottes ..“ heißen ( so wie „Altlichtenwart Tief 1“ in Hohenau liegt und daher in H. die Einsichtnahmemöglichkeit bzw. „Verhandlung“ war).

Alle diese Bohrungen liegen nahe beieinander. Offenbar sollen ( alle) Bohrungen im 3.Quartal stattfinden, mit einer Dauer je Bohrung von 3 Wochen – Unterlagen zu „Prottes 228“, „ Prottes 230“ und tlw. Flutbohrung „Prottes 231“ angeschaut: Alle werden von der RAG Energy Drilling als Bohrkontraktor der OMV durchgeführt, Endteufen bei 2211 m, 2140 m bzw. 2210 m Tiefe. Für die beiden Produktionsbohrungen wird Öl erwartet (oberste Kohlenwasserstoffschicht – auch für die Flutbohrung – bei 553 m Tiefe (TVD). Die Bohrungen sind abgelenkt.

Neu ist, dass die Bohrspülungen von der Sirius e.s. drilling fluids ( www.sirius-es.com ) aus Wels kommen werden, weshalb die Produktblätter auf Deutsch sind ( und sie sind etwas weniger lächerlich als die vom MiSwaco). Die Sirius sitzt also in A-4600 Wels, in D-29227 Celle und in Rumänien 040507 Bukarest.

Zur Flutbohrung „Prottes 231“:

„2.1 Zweck der Bohrung

Die Injektionsbohrung Prottes 231 wird als geneigte Bohrung auf den 8.TH (Anm.: Torton-Horizont) zur  Maximierung der Ölproduktion im Feld Prottes geplant. Zweck dieser Bohrung ist es, den 8.TH zur Aufrechterhaltung des Lagerstättendrucks zu fluten.“

(Entsorgung von Wässern & Erhöhung des Lagerstättendrucks sind die Funktionen von Flutsonden)

Jeweils ca. 600 m3 Spülbedarf, 600 t Bohrklein (Bohrschmant) werden je Bohrung anfallen und 90 m3 Dieseltreibstoff werden benötigt. Woher das Wasser für die Bohrspülung kommt wird nicht angegeben – nur dass es angeliefert wird (In Hohenau für die aktuelle Bohrung „AliT1“ wird es bekanntlich aus Hydranten im Ortsnetz entnommen.).

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Nach der am 11.03.2020 erfolgten Einsichtnahme in die Unterlagen der restlichen Bohrungen ( insgesamt nahe beieinander liegende 5 Produktionsbohrungen nach Öl und 3 Flutbohrungen zur Erhöhung des Lagerstättendrucks in dieser Gegend) lässt sich festhalten:

  • Alle Bohrungen sind als  abgelenkte Tiefbohrungen (zwischen ca. 2200 m bis 2500 m Tiefe bis zum 8. bzw. 9. Torton Horizont) konzipiert und sollen von der RAG Energy Drilling als Bohrkontraktor für die OMV erbohrt werden; alle im 3.Quartal mit einer Bohrungsdauer von 3 Wochen je Bohrung, was mindestens den Einsatz von gleichzeitig 2 Bohrtürmen der RAG für diese 8 Bohrungen erforderlich macht (bzw. sind zeitliche Verschiebungen ggf. erforderlich.)
  • Die oberste Kohlenwasserstoff-führende Schicht wird bei 553m Tiefe erwartet.
  • Bohrturm RAG Rig E 200, 6 Dieselmotoren MAN (532 kW je Motor), Bentec Hebewerk,  Bentec Euro Rig 250 Unterbau, Top Drive Aker MH, Nennlast 453 t, und 2 Aker WirthTriplex Spülpumpen je 350 bar
  • 90m3 Dieseltreibstoff je Bohrung wird benötigt
  • Für die Bohrchemikalien kommt der rumänisch-deutsch-österreichische Konzern Sirius e.s.com zum Einsatz.
  • Der Spülungsbedarf je Bohrung beträgt ca. 600 m3 – das Wasser wird angeliefert – und es entstehen je Bohrung 600 t fester Abfall (Bohrschmant), der auf einer OMV Deponie landet

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Bericht aus Unterlagen zu „Gaiselberg 72a“ aus dem Jahr 2015 – da steht klar drinnen, das der Lagerstättendruck auf Grund der weitgehenden Ausbeutung erhöht werden muss:

„GAISELBERG 72a“ (BA- 072A) und „GAISELBERG 75“

RAG, mobile Verdichtereinheiten

Ministerielle Inserate v. 1.12.15 im Kurier NÖ

Grubenfeld Gaiselberg E IV, 3 Grundeigentümer_innen, involviert: LH als wasserwirtschaftliches Planungsorgan, Arbeitsinspektorat, Gemeinde Zistersdorf, BH Gänserndorf

HERSTELLUNGSKOSTEN mob.Verdichtereinheit: über 72.673,- Euro

1.Allgemeines

Änderung der Sonde „G 72A“

Bescheid Herstellung: BMWA 68 100/0438-IV/11/2005 vom 12.8.2005, Bescheid Betriebsgenehmigung BMWA 68 100/0628-IV/11/2005 vom 23.11.05

Mit Zunahme von Ausbeutegrad und Separation des Erdölbegleitgases vom Erdöl im Förderstrang sinkt der Ölspiegel soweit ab, sodass eine stätige Produktion der Sonde nicht mehr gegeben ist.

Durch den Einsatz der mobilen Verdichtereinheit soll das anfallende Erdölbegleitgas im Förderstrang abgesaugt und anschließend verdichtet werden. Dies bewirkt, dass der Druck im Förderstrang abgesenkt wird, der Ölspiegel der Sonde ansteigt und eine kontinuierliche Ölproduktion erfolgen kann.

Schallschutzcontainer, Gasverdichter angetrieben durch einen Gasmotor, Druckbehälter, Abgasanlage und Rohrleitungen

Sonde und Verkehrsweg auf Pachtflächen der RAG

3. Wasserwirtschaftliche Belange

3.1 KEINE Wasserschutzgebiete und Schongebiete betroffen

3.2 KEINE Grundwasservorrangfläche betroffen

3.3 Maßnahmen zur Wasserhaltung: keine erforderlich

3.4 Grundwasser: „ die gg Leitungen werden in einer Tiefe von 1,00m verlegt und befinden sich ausschließlich auf Pachtflächen der RAG. Grundwasser führende Horizonte sollen demnach nicht angetroffen werden“

3.5 Brunnen und Quellen: keine Hauswasserversorgungsanlagen im Umkreis von 300m um das Bohrloch der gg Sonde. Des Weiteren befinden sich keine Wassergenossenschaftsanlagen mit einem Schutzgebiet im Umkreis von 500m um die Sonde.

4.Sonstiges

Ausnahmebewilligungen: für die Durchführung des geplanten Vorhabens sind keine sonstigen Ausnahmebewilligungen erforderlich

TEIL A: Mobile Verdichtereinheit

  1. Sondenplatz: „G 72A“ (ca 34mx43m), zur Gänze geschottert; Umzäunung 2m h Zaun
  2. Vorgeschriebener Sicherheitsabstand 30m zu Wohngebäuden, öffentl. Einrichtungen und Verkehrsanlagen wird eingehalten, das nächstgelegene Objekt liegt nordöstlich ca 510m entfernt
  3. Verkehrsweg: bestehende Zufahrt unverändert
  4. Mobile Verdichtereinheit:

Ford V8 Zylinder Kolbenmotor, welcher auf einer Seite mit 4 Zylindern als Gasmotor arbeitet und die 2. Seite als Gasverdichter für Erdgas verwendet wird

Antriebsleistung ca 35 kW, Eintrittstemperatur max. 25°C, Austrittstemperatur vor Gaskühler max.40°C, höchstzulässiger Betriebsdruck 31bar ü, Saugdruck 0 – 4,13bar ü, Fördermenge 50 – 935 Nm3/h (variabel v.Saug-/Enddruck), Verbrauch 5 – 10 Nm3/h (variabel v.Saug-/Enddruck)

Hubraum (Antrieb) 2788ccm (170 CBI)

Triebwerkschmierung max.8 Liter Inhalt

Zylinderschmierung max.20 Liter Inhalt

Motorkühlflüssigkeit max.30 Liter Inhalt

    1. Schallschutzcontainer lxbxh = 6,1×2,43×2,59m, Schallabsorbierende Verkleidung: 80mm dicke Mineralwolle

Aufstellung im verdichteten Schotterbereich ohne Fundamentierung; flexible Schlauchanschlüsse zur Bestandsanlage

    1. Gasverdichter: wahlweise mittels Drehzahlregelung oder Zylinderabschaltung; Wasserkühlung. Einstufiger Verdichter mit einfachwirkenden Zylindern, Druckumlaufschmierung, die den Verdichter und den Motorteil schmiert
    2. Gasmotor: 4 Zylinder, Drehzahl 1200 -2000U/min. Die Gemischaufbereitung erfolgt mittels Vergaser/Gasdruckregler und Mischer im Saugrohr. Das Brenngas wird in einem eigenen Brenngasabscheider aufbereitet und dem Gasmotor mit einem Druck von 20mbar zugeführt

Kontaktlose Zündanlage Type Altronic

Die Gasrückkühlung nach dem Verdichtungsprozess erfolgt durch einen Gas-Luftkühler, welcher gleichzeitig auch für die Rückkühlung des Verdichterkühlwassers dient. Der Kühler besteht aus 2 getrennten Kammern mit verschiedenen Druckstufen und wird über einen Ventilator, welcher direkt gekoppelt auf der Kurbelwelle sitzt, betrieben. Durch den erzeugten Luftstrom über den Prozesskühler vom Containerinnenraum ins Freie wird auch gleichzeitig die kontinuierliche Containerbelüftung sichergestellt.

    1. Druckbehälter

4 verschiedene Druckbehälter installiert:

*Eingangsabscheider (Erdgas): 335,3 Liter/DP34,5 bar ü(500psi)

*Brenngasabscheider (Erdgas): 35,2 Liter/DP 8,62 bar ü (125psi)

*Kombi-Luftkühler (Erdgas) : 10,2 Liter/DP 41,34 barü (600psi)

(Kühlwasser) : 6 Liter/DP 1 barü (14psi)

*Startluftbehälter (Pressluft): 250 Liter/DP 11barü

4.5.Abgasanlage

Der Verbrennungsmotor ist mit einer Lamda-geregelten katalytischen Abgasanlage ausgestattet, wobei der Katalysator im Container-Inneren situiert ist, und die Abgasleitung über einen Endschalldämpfer durch die Container-Oberseite ins Freie geführt, Schallschutzhaube an der Mündung des Abgasrohres. Die max. Oberflächentemperatur des Abgassystems bei Normalbedingunge ist unter 450°C, Berührungsschutz wird ausgeführt.

  1. Prozessdatenübertragung

Automatischer, selbstständiger unbemannter Betrieb. Gegebenenfalls stoppt die Anlage selbstständig und bleibt in abgesicherten Zustand stehen. Prozessdaten werden vor Ort angezeigt. Eine Übertragung der Daten ist nicht vorgesehen.

9.Anbindung in die bestehende Anlage:

Mit Stahlrohren und Ringwellschläuchen, saugseitig mit 2“ bzw. druckseitig mit 1“ Schraub- bzw. Flanschverbindungen und Drehverschraubungen an die bestehende Sondenverrohrung am Sondenkreuz

11. Emissionen

Durch die Errichtung der mobilen Verdichtereinheit werden die Emissionen der bestehenden Sonde (Pumpenbockes mit Antrieb) geändert. Als zusätzliche Emissionsquellen sind Abgasemissionen und Schallemissionen zu betrachten.

11.1. Abgasemissionen

Neu: Restgasverdichter CO (mg/N3bei 5 Vol%O2) NOx NMHC

Motorleistung 35kW Angabe Hersteller

Fab. Compressco 180 220 130

Bei Inbetriebnahme ist eine Abgasmessung i. Form v. 3 Halbstundenmittelwert zumindest der Parameter CO und NOx vorgesehen und in Messbericht dokumentiert, um die Werte zu überprüfen

11.2. Schallemissionen

Bestand Pumpenbock 68dB(A) (Entfernung 2m) 34dB(A) (Entfernung 100m)

Neu Restgasverdichter 69dB(A) 45dB(A)

u. Kühler Fab Compressco lt Hersteller lt vergleichbare Anlage

nächstgelegenes Wohnhaus ca 510m, Geländeböschung bzw.Grüngürtel als Abschirmung

keine Erhöhung der Schallimmissionen zu erwarten

12. Störfall

Notfallpläne. „Die Sonde „Gaiselberg 72A“ wird in den Öl-, Lagerstättenwasser- und Gasgebrechensplan der Produktion NÖ eingebunden“

4 Grundeigentümer

Transportable Verdichtereinheit: Gasjack MPI – 5256

M 38636 und M 38637 , Compressco Oklahoma City

Oklahoma Gasjack P&ID Compressorutilities

INTERESSANT: aus einem Vertrag mit Grundbesitzer (Niederschrift 1959):

„als einmalige Entschädigung für die Beeinträchtigung der Ertragsfähigkeit in den nächsten Jahren durch die Einwirkung von Erdöl, Spülflüssigkeit und ähnlichen Substanzen. Außerdem zahlen wir für das Umackern S 100,-. Der gefertigte Grundeigentümer erklärt hiermit nach Erhalt der genannten Beträge mit sämtlichen Ansprüchen befriedigt zu sein und an die RAG keine wie immer gearteten Forderungen oder Ansprüche aus diesem Titel mehr zu haben oder zu stellen.“ (für eine Fläche von 1756m2 S 4.390,-)

„GAISELBERG 75“ (GA- 075)

Sondenplatz ca 27x41m, zur Gänze geschottert. Die geschotterte Fläche wird um ca 100m2 erweitert, somit 30x45m Sondenplatzgröße

Nächstgelegenes Wohnhaus ca 650m entfernt

Verdichtereinheit wie bei „GA 72A“ : Gasjack MPI 5256 M 38636 u. M 38637

Baubeginn der Sonde war 1976

Aus einem Vertrag mit einem Grundeigentümer:

Reste von Baulichkeiten die tiefer als 1m, Rohrleitungen, die tiefer als 80cm unter der Erdoberfläche sind, können bei Rückgabe im Boden belassen werden (1976). Grundsteuer etc vom Grundeigentümer zu tragen.

 

Studie (21.01.2020): So sieht die grüne Gaswelt aus

Studie: So sieht die grüne Gaswelt aus

Die grüne Bundestagsfraktion hat eine Studie in Auftrag gegeben, die den klimagerechten Umbau des Gassektors untersucht. Dafür hat die Agentur für Erneuerbare Energien in einer Analyse maßgebliche Klimaschutz-Szenarien ausgewertet. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie sind:

  • Der Gasbedarf in Deutschland wird deutlich sinken. So reduziert sich der Primärenergieverbrauch von Gas bis 2030 bereits um 30 bis 40 Prozent, bis 2050 um 70 bis 80 Prozent.
  • Gebäude werden dank verbesserter Energieeffizienz künftig größtenteils ohne Gas auskommen. Stattdessen kommen bei der Wärmeversorgung Wärmepumpen, Solarthermie, Biomasse sowie Nah- und Fernwärme auf Basis von Abwärme und Erneuerbaren Energien zum Einsatz.
  • Auch in Zukunft wird Gas weiter gebraucht, z.B. für Hochtemperaturprozesse in der Industrie, als Flexibilitätsoption im Strombereich oder in machen Verkehrssektoren. Aus Klimaschutzgründen darf dann allerdings kein fossiles Erdgas mehr zum Einsatz kommen, sondern grüner Wasserstoff oder synthetisches Methan – hergestellt aus Ökostrom.
  • Damit das benötigte Gas so schnell wie möglich vollständig aus grünen Quellen kommt, muss es sparsamer und effizienter genutzt werden. Gleichzeitig müssen die erneuerbaren Energien deutlich schneller ausgebaut werden, damit zusätzlich zum Strombedarf der Bedarf an synthetischen Gasen gedeckt werden kann.

Das Ergebnis der Studie kommentiert Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen:

„Der lange überfällige Kohleausstieg darf nicht dazu führen, dass wir als nächstes in die Erdgas-Falle tappen. Um Klimaschutz und Umweltschutz gerecht zu werden, muss die Regierung für einen zügigen Kohleausstieg sorgen und die Gas-Wende einleiten. Fossiles Erdgas muss so schnell wie möglich durch grüne Gase ersetzt werden. Dafür muss der Gasverbrauch konsequent gesenkt werden. Gleichzeitig muss die Regierung den Ausbau von Wind- und Solarenergie massiv beschleunigen, damit grüner Wasserstoff hergestellt werden kann.

Den Gasverbrauch zu senken ist möglich, wenn die Bundesregierung den Themen Energieeffizienz und Energiesparen endlich die notwendige Priorität einräumt. Zum Beispiel muss die Regierung jetzt mit dem anstehenden Gebäudeenergiegesetz die Weichen für klimagerechte Gebäude stellen. Technologien und Infrastrukturen, die auf fossiles Erdgas ausgerichtet sind, dürfen nicht länger subventioniert werden. Öffentliche Gelder sollen nur noch in Maßnahmen fließen, die uns auf dem Pfad des Pariser Klimaschutzabkommens entscheidend voranbringen. Ansonsten drohen Fehlinvestitionen, die uns am Ende teuer zu stehen kommen.“

Studie zum Download unter www.gruene-bundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/themen_az/energie/gruene-metastudie-gas-nov-2019.pdf

„Russen“ beginnen mit dem Bau eines LNG-Tankstellennetzes in Deutschland und Polen

Der russische Erdgasproduzent Novatek eröffnet seine erste Tankstelle für Flüssigerdgas in Deutschland. Weitere sollen folgen.

Novatek hat heute in Rostock eine LNG-Tankstelle in Betrieb genommen. Bis zu 120 Fahrzeuge können dort können dort pro Tag betankt werden, so der Betreiber. Dies ist die erste LNG-Tankstelle des russischen Erdgasproduzenten in Europa.

Novatek gibt an, in den nächsten Jahren ein Netzwerk von Tankstellen in Deutschland und Polen an den wichtigsten  Verkehrskontenpunkten aufbauen zu wollen.

Quelle: https://www.trucker.de/nachrichten/transport/neue-lng-tankstelle-in-rostock-2490657 05.12.2019

Shale Reality Check 2019

Drilling Into the U.S. Government’s Optimistic Forecasts for Shale Gas & Tight Oil Production Through 2050

Shale gas and tight oil have provided a new lease on life for U.S. oil and gas production. But how sustainable is shale production in the long term given optimistic forecasts of robust production through 2050 and beyond?

In this report, earth scientist J. David Hughes assesses the viability of the U.S. Energy Information Administration’s (EIA) shale forecasts in its Annual Energy Outlook 2019, which are widely used by policymakers, industry, and investors to make long-term plans. His detailed analysis finds that the EIA’s forecasts of tight oil and shale gas production through 2050 are extremely optimistic, and highly unlikely to be realized.

 

Mehr Informationen unter: https://www.postcarbon.org/publications/shale-reality-check-2019/

Abfackelung von Erdgas in Altlichtenwarth/Hohenau

Bei der Aufschlussbohrung ALIT 1 (Altlichtenwarth Tief 1) der OMV in Hohenau sollen entsprechend einsehbarer Unterlagen, Plan B = Test durch Abfackelung, 1.500.000 Kubikmeter Methan samt Begleitgasen abgefackelt werden.

Die Wasserversorgung der Bohrstelle „ALIT1“ in Hohenau an der March erfolgt laufend aus drei Hydranten im Ort mit Tankwägen, nachdem offenbar  die wasserrechtliche erlaubte  Bohrung eines Brunnens auf dem Bohrplatz nicht (ausreichend ?) erfolgreich war.

Flüssige Abfälle (Bohrabwässer, mitgefördertes Lagerstättenwasser) werden über Flutsonden in die Tiefe verpresst bzw. wohl auch „deponiert“. Feste Abfälle (bei der Bohrung fällt „Bohrklein“, „ Bohrschmant“ an) müssen ebenfalls deponiert werden. „OMV- eigene Deponien“ oder sonstige.

Deutsche Umwelthilfe fordert Ausstiegsdatum für fossiles Erdgas deutlich vor 2050

Wirtschaftsministerium veröffentlicht nationale Gasstrategie am kommenden Mittwoch – Deutsche Umwelthilfe präsentiert Eckpunkte für eine nachhaltige Gasstrategie: Fossiles Erdgas ist Auslaufmodell – Moratorium für neue fossile Gas-Infrastruktur wie LNG-Terminals und Nord Stream 2 notwendig – Klimabilanz von Erdgas muss neu bewertet werden

Berlin, 7.10.2019: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat heute Eckpunkte für eine nachhaltige Gasstrategie veröffentlicht und erklärt fossiles Erdgas zum Auslaufmodell. Der Ausstieg muss deutlich vor 2050 vollzogen werden, um die Klimaziele von Paris erreichen zu können. Am kommenden Mittwoch, den 9. Oktober, will das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eine Strategie zur Zukunft von Gas vorlegen. Die DUH fordert zur Einhaltung der Klimaziele eine nationale Gasstrategie, die sich an den von ihr vorgelegten Eckpunkten orientiert.

Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Erdgas ist Teil des Problems. Klimaschutz und fossiles Erdgas passen nicht zusammen. Die nationale Gasstrategie muss deshalb ein Ausstiegsdatum für fossiles Erdgas festlegen. Einhergehen muss dies mit mehr Effizienz und einer Reduktion des Energieverbrauchs, der Sektorenkopplung und dem Einstieg in erneuerbar erzeugtes Gas. Weil auch dafür erneuerbarer Strom gebraucht wird, muss die Bundesregierung dringend den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen. Die Abstandsregeln für die Windenergie aus dem Klimapaket sind vor diesem Hintergrund einmal mehr ein Desaster.“

Die DUH fordert das Bundeswirtschaftsministerium auf, das Klima bei der Formulierung der Gasstrategie in den Mittelpunkt zu stellen. In ihren Eckpunkten fordert die DUH, die Treibhausgasbilanz von Erdgas zu überprüfen. Hauptbestandteil von Erdgas ist Methan, das ein extrem klimaschädliches Treibhausgas ist: Über 20 Jahre betrachtet ist es gemäß IPCC 84-mal so klimaschädlich wie CO2. Schon geringe Leckagen von Erdgas haben daher eine große Wirkung auf das Klima. Während die Leckagen beispielsweise in den USA unabhängig gemessen und dokumentiert werden, basieren die Daten in Deutschland alleine auf Angaben der Industrie selber.

Die DUH fordert außerdem, auf die Nutzung von so genanntem „blauen Wasserstoff“ gänzlich zu verzichten. Als „blauer Wasserstoff“ wird Wasserstoff bezeichnet, der mittels CO2-Abscheidung und Speicherung (Carbon Capture and Storage, CCS) aus Erdgas gewonnen wird. Dies ist ein energieintensiver Prozess und es besteht wie bei allen CCS-Technologien das hohe Risiko, dass das gespeicherte CO2 zu einem späteren Zeitpunkt wieder in die Atmosphäre austritt.

Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz der DUH: „Wir fordern ein sofortiges Moratorium für die Planung und den Bau von neuer fossiler Gas-Infrastruktur. Die geplanten LNG-Terminals an der deutschen Küste dürfen nicht gebaut werden. Sie sind nicht genehmigungsfähig und dienen dem Import von US-amerikanischem Fracking-Gas, das besonders umwelt- und klimaschädlich ist. Aber auch der Bau von Nord Stream 2 und ihrer Anschlusspipeline EUGAL muss gestoppt werden. Für diese Vorhaben gibt es bisher keinen Nachweis, dass sie nach dem Erdgas-Ausstieg noch gebraucht werden. Es droht eine Pfadabhängigkeit in fossile Energie, die wir uns angesichts der Klimakrise nicht mehr leisten können.“

Neben der Veröffentlichung der Gasstrategie des Wirtschaftsministeriums am kommenden Mittwoch steht unter der neuen EU-Kommission zudem ein Legislativpaket für eine Neuordnung des europäischen Gasmarktes an. Hier muss sich die Bundesregierung ebenfalls für ein Ausstiegsdatum für fossiles Erdgas sowie für einen Einstieg in erneuerbare Gase einsetzen.

Link:

Zu den Eckpunkten für eine nachhaltige Gasstrategie: http://l.duh.de/p191007

Kontakt:

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mueller-kranner@duh.de

Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimachutz
0160 4334014, zerger@duh.de

DUH-Pressestelle:

Ann-Kathrin Marggraf, Marlen Bachmann
030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe

Frackingverbot in Schleswig-Holstein?

Das Landesverfassungsgericht in Schleswig befasst sich am Dienstag in einer mündlichen Verhandlung mit der Frage, ob ein generelles Frackingverbot im Landesrecht verankert werden kann. Die Volksinitiative zum Schutz des Wassers will über Änderungen im Landeswassergesetz ein Frackingverbot in Schleswig-Holstein regeln. Der Landtag hat diesen Teil der Volksinitiative für unzulässig erklärt. Dagegen hat die Initiative geklagt. https://www.abendblatt.de/hamburg/article227253335/Verfassungsgericht-verhandelt-Fragen-zum-Frackingverbot.html

Altlichtenwarth – Hohenau, Erschließung von Erdgas mit dem Verfahren mpd

(Bei den nachfolgenden Dokumenten finden sich nur Auszüge zur Erläuterung, mehr Informationen finden Sie unter den Links!)

Video vom 29.09.2019

Amateurvideo von ALIT 1 (Altlichtenwarth Tief 1) der OMV in Hohenau am 29.09.2019 zur Aufsuchung von Erdgas. Verfahren managed pressure drilling (mpd).

Bohrsonde in einer Tiefe von 4.500 m. Bohrtum hat eine Höhe von 55 m. Wassermenge 50.000 m³.

Beispiel für ein Unternehmen, deren Utensilien auf dem Gelände von ALIT 1 zu sehen sind (siehe auch Video und Diashow): https://www.slb.com/companies/m-i-swaco

Diashow ALIT 1

Diashow – Erdgasförderung ALIT 1 (Altlichtenwarth Tief 1) , Hohenau, kurze Ausflüge zu RAB 14 und RAB 12+13 (Rabensburg)

Gutachten Naturverträglichkeit, 19.12.2018:

OMV Exploration & Production GmbH, Aufschlussbohrung „Altlichtenwarth Tief 1“, Teilflächen der Grundstücke Nr. 2436, 2445, 2448, 2462, 2473, 2476/1, 2476/2, 2385, 2488, 2497, 2500/1, 2500/2, 2510/1, 2510/2, 2513, 2522, KG Hohenau, Vorhaben außerhalb des Ortsbereiches, naturschutzbehördliches Verfahren

Seitens der Behörde wurde um Begutachtung im Sinne des § 7 Abs. 1-4 NÖ NSchG dahingehend ersucht, ob und aus welchen Gründen das Landschaftsbild, der Erholungswert der Landschaft und die ökologische Funktionstüchtigkeit im betroffenen Lebensraum erheblich beeinträchtigt werden könnten und diese Beeinträchtigungen nicht durch Vorschreibung von Vorkehrungen weitgehend ausgeschlossen werden können. Seitens der OMV nicht beantragt wurde eine Prüfung gemäß § 10 (Naturver-träglichkeit). Seitens der Behörde wurde daher auch keine Begutachtung der Naturverträglichkeit beauftragt.

Der Bohrplatz liegt nordwestlich des Ortsbereichs von Hohenau in der Riede „Oberfeld“. Es ist eine unmittelbare Nahelage zum Vogel-Europaschutzgebiet „March-Thaya-Auen“ gegeben. Räumlich gehört der Standort zur Bernhardsthaler Ebene, die für ihr für Österreich beachtliches, gehäuftes Auftreten von seltenen Greifvogelarten bekannt ist.

naturschutzbehördliche Bewilligung, 09.01.2019:

Die Bezirkshauptmannschaft Gänserndorf erteilt der OMV Austria Exploration & Production GmbH die naturschutzbehördliche Bewilligung, außerhalb des Ortsbereiches in der Gemeinde Hohenau an der March, auf Teilflächen der Grundstücke Nr. 2436, 2445, 2448, 2462, 2473, 2476/1, 2476/2, 2485, 2488, 2497, 2500/1, 2500/2, 2510/1, 2510/2, 2513, 2522, 2525, KG Hohenau, die für die Abteufung der Aufschlussbohrung „Altlichtenwarth Tief 1“ erforderlichen Maßnahmen durchzuführen.

Neuerrichtung eines Nutwasserbrunnens – Ansuchen um wasserrechtliche Bewilligung für die Errichtung und den Betrieb eines 26 m tiefen Bohrbrunnens auf Grundstück Nr. 2473 KG Hohenau im Zuge der Herstellung der Tiefbohrung „Altlichtenwarth T 1“, 08.03.2019

Bescheid über die wasserrechtliche Bewilligung, 26.04.2019:

Als Frist für die Bauvollendung wird der 31. Juli 2019 bestimmt. Die Nichteinhaltung dieser Frist hat bei Wasserbenutzungsanlagen das Erlöschen des Wasserbenutzungsrechtes (§ 27 Abs. 1 lit. f) zur Folge, sofern nicht die Wasserrechtsbehörde gemäß § 121 Abs. 1, letzter Satz, hievon absieht. Das Maß der Wasserbenutzung wird mit 4 l/s bzw. 240 l/min bzw. ca. 345 m3/d bzw. insgesamt eine Menge von 50.000 m3 begrenzt.

 

Weitere Informationen in Form von diversen pdf-Dateien und Auszügen aus Dokumenten folgen in Kürze!