OMV beendet seismische Messungen

Die OMV hat ihre seismischen Messung nach eineinhalb Jahren beendet. Jetzt heißt es für alle Menschen im Weinviertel und nördlichen Wien, zu warten ob die Förderung für die OMV profitabel ist. Ob die Manager den lächerlichen Erdgas-Erlös brauchen um ihre persönlichen Bonifikationen zu erreichen, um ihrer Profitgier zu entsprechen…
Die Menschen und die Natur im Weinviertel und Wien leben weiter mit der Furcht, dass die OMV großflächig nach Shale Gas frackt und somit Land und Leute kontaminiert und wertlos macht und die Menschen an den bereits langzeitig bekannten schrecklichen GEsunheitlichen Auswirkungen erkranken und sogar sterben.

Hohenau an der March – OMV fackelt über 3.000 TONNEN CO2 ab!

In Hohenau an der March soll wieder eine Tiefbohrung (Explorationsbohrung) zum Aufschluss einer Gaslagerstätte mit anschließenden Fördertests inklusive Abfackelung von 1.500.000 Kubikmeter Gas stattfinden – genau an der Grenze zum Natura2000 Vogelschutzgebiet March-Thaya-Auen (AT 1202 V00). Beim Abfackeln entstehen ca. 3.000 Tonnen CO2.

2.500 Kubikmeter Wasser sollen einem vor Ort  befindlichen Brunnen entnommen werden (die Bohrstelle liegt mitten in Äckern). Das Bohrspülwasser wird mit diversen Chemikalien der Firma MiSwaco je nach Produkt und Tiefe mit zwischen 1,05 bis zu 2,30 kg pro Liter versetzt.
Die Bohrung reicht bis 4.250mTiefe bei einer Bohrdauer von 20 Wochen im 3. Quartal 2019 ; 2.500 Tonnen feste Bohrabfälle  entstehen und müssen deponiert werden.

Für die Bohrung werden 1.3000 Kubikmeter –  ca. 1.300.000 Liter –  Dieseltreibstoff verbraucht.

Es wird also massiv in die Ausweitung der Förderung von fossilen Energieträgern fehlinvestiert (jede Bohrung kostet um die 4 Millionen Euro). Das Pariser Klimaabkommen und die schon jetzt massiven Schäden durch die Klimaerwärmung werden unter den Tisch gekehrt.

Die Verhandlung zu dieser Bohrung „Altlichtenwarth Tief 1“ findet am 13.März 2019 um 10 Uhr im Gemeindeamt Hohenau an der March statt.
Zu den rechtlich praktisch nicht gegebenen Einspruchsmöglichkeiten für BewohnerInnen Hohenaus siehe den Anhang „Rechtliches 8.3.19 und Rechtliches 8.3.19 B“. Ich meine dennoch, dass es sinnvoll ist, sich eine derartige Verhandlung anzuhören, wenn schon kein Einspruch erhoben wird. Die Umweltanwaltschaft bzw. die Bezirkshauptmannschaft oder Umweltschutzorganisationen werden das kaum tun – schon wegen des kurzen Zeitraums von der Verlautbarung bis zur Verhandlung, der in diesem Fall am 25.2. verlautbart wurde und am 13.3. verhandelt wird.

Vielleicht findet doch jemand Zeit zur Verhandlung zu kommen.

Petition an die Bundesregierung für einen ökosozialen Steuerumbau!

Die Entwicklung des Energiesystems und die Veränderung des Klimas erfüllen uns mit großer Sorge. Daher appellieren wir an die Bundesregierung im Jahre 2019 im Rahmen einer neuen Klima- und Energiepolitik  zu beschließen, dass Österreich seine Treibhausgas-Emissionen ab 2020 jährlich um 5% senkt, also um 4 Mio t, sodass 2030 die Emissionen unter 40 Mio t liegen.
Wenn du das auch unterstützt, dann unterschreibe die Petition hier:

Leserbrief an die Presse

Folgender Leserbrief erreichte die Presse auf einen sehr OMV-Freundlichen Artikel – der leider mehrere Fehler beinhaltet! Vor allem was die Prognose betrifft was anschließend passieren soll… Es ist nur schwer zu glauben, dass kein Frackingprojekt in den Startlöchern steht, wenn die OMV soviel Geld in die Hand nimmt um großflächig nach Shale-Gas zu suchen!

Guten Tag!

In dem Artikel wird von OMV-Seite behauptet, der Lärm der geologischen Tests ist mit einem laufenden Traktor oder einfahrendem Zug vergleichbar. Und Grundeigentümer würden entschädigt. Dieser scheinbar von der OMV gesponsorte Artikel geht mir als Geschädigtem über die Hutschnur! Wir haben seit den Tests Sprünge im Haus und andere auch, die sogar den Rechtsweg eingegangen sind, aber gegen die teuren Anwälte und Sachverständigen der OMV wohl keine Chance haben. Von Entschädigung keine Spur! Diese Rumplerei mit einem laufenden Traktor oder einem einfahrenden Zug zu vergleichen stimmt maximal, wenn man unter dem Traktor oder Zug liegt. Der über jemanden drüberfährt, so wie die OMV.

Klaus H., 2185 Rannersdorf an der Zaya

 

Anfrage beim Nachhaltigkeitsministerium zu seismischen Messungen und der Wärmestrategie 2030

Wir haben an unsere Umweltministerin folgende Anfrage gestellt und Antwort erhalten…

Anfrage

 

Antwort

 

Und solche Antworten bekommt man vom Umweltministerium zurück, wenn man diesbezüglich dort anfragt! Ich denke JEDER kann sich seinen Reim darauf machen! Aber wenn man dann den letzten Absatz im Licht des Klimawandels vom „Nachhaltigkeitsministerium“ als Antwort erhält, dann kann man sich nur noch wundern! JEDER weiß, dass die Verbrennung der Fossilen gestoppt werden muss, um den CO2-Ausstoß endlich zu reduzieren, und das sollte dem Umweltministerium wohl auch bekannt sein.

Angesichts dieses Allgemeinwissens schreibt das „NACHHALTIGKEITSMINISTERIUM“ im Jahr 2018 unmittelbar nach der Klimakonferenz einem besorgten Bürger: „Die OMV Austria Exploration & Produktion GmbH hat die vom Staat in Verträgen auferlegte Verpflichtung, Aufsuchungstätigkeiten durchzuführen um Österreich mit Energie versorgen zu können. Alles klar? Abgesehen davon, dass die OMV ja niemals dafür sorgen kann, Österreich mit Energie zu versorgen, denn sonst wären wir ja nicht von den teuren Energieimporten abhängig, ist es trotzdem wie ein Hohn für einen besorgten und vorausschauenden Bürger, ausgerechnet vom „Nachhaltigkeitsministerium“ eine solche antiquierte und längst überholte Antwort zu erhalten, welche sich wie ein „Vordruck pro OMV“ liest.

 

 

2018 11 27 Arte – Poker ums Öl

Der tiefe Fall des Rohölpreises seit 2014 läutete den Untergang einer geopolitischen Weltordnung ein, die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bestanden hatte. Mit der Förderung von Schieferöl per Fracking waren die USA zum größten Erdölproduzenten der Welt aufgestiegen. Unterdessen schreitet die Energiewende voran. Erdöl regiert die Welt – aber wie lange noch?

https://youtu.be/EZOpKLu6n6s

Fracking und die Umwelt

Fracking ist bei Umweltschützern und vielen Experten wegen Umweltgefahren wie drohender Wasserverschmutzung und möglichen Erdbebenschäden umstritten. Außerdem gilt es als ein Paradebeispiel für die Externalisierung von Kosten: Die Unternehmen streichen die Profite ein, während die Gesellschaft mit den Umweltschäden leben und für die Kosten aufkommen muss.