Hohenau an der March – OMV fackelt über 3.000 TONNEN CO2 ab!

In Hohenau an der March soll wieder eine Tiefbohrung (Explorationsbohrung) zum Aufschluss einer Gaslagerstätte mit anschließenden Fördertests inklusive Abfackelung von 1.500.000 Kubikmeter Gas stattfinden – genau an der Grenze zum Natura2000 Vogelschutzgebiet March-Thaya-Auen (AT 1202 V00). Beim Abfackeln entstehen ca. 3.000 Tonnen CO2.

2.500 Kubikmeter Wasser sollen einem vor Ort  befindlichen Brunnen entnommen werden (die Bohrstelle liegt mitten in Äckern). Das Bohrspülwasser wird mit diversen Chemikalien der Firma MiSwaco je nach Produkt und Tiefe mit zwischen 1,05 bis zu 2,30 kg pro Liter versetzt.
Die Bohrung reicht bis 4.250mTiefe bei einer Bohrdauer von 20 Wochen im 3. Quartal 2019 ; 2.500 Tonnen feste Bohrabfälle  entstehen und müssen deponiert werden.

Für die Bohrung werden 1.3000 Kubikmeter –  ca. 1.300.000 Liter –  Dieseltreibstoff verbraucht.

Es wird also massiv in die Ausweitung der Förderung von fossilen Energieträgern fehlinvestiert (jede Bohrung kostet um die 4 Millionen Euro). Das Pariser Klimaabkommen und die schon jetzt massiven Schäden durch die Klimaerwärmung werden unter den Tisch gekehrt.

Die Verhandlung zu dieser Bohrung „Altlichtenwarth Tief 1“ findet am 13.März 2019 um 10 Uhr im Gemeindeamt Hohenau an der March statt.
Zu den rechtlich praktisch nicht gegebenen Einspruchsmöglichkeiten für BewohnerInnen Hohenaus siehe den Anhang „Rechtliches 8.3.19 und Rechtliches 8.3.19 B“. Ich meine dennoch, dass es sinnvoll ist, sich eine derartige Verhandlung anzuhören, wenn schon kein Einspruch erhoben wird. Die Umweltanwaltschaft bzw. die Bezirkshauptmannschaft oder Umweltschutzorganisationen werden das kaum tun – schon wegen des kurzen Zeitraums von der Verlautbarung bis zur Verhandlung, der in diesem Fall am 25.2. verlautbart wurde und am 13.3. verhandelt wird.

Vielleicht findet doch jemand Zeit zur Verhandlung zu kommen.