Aufregung im Weinviertel: Laut einem Anrainer hätten Seismik-Messungen der OMV zu Schäden an seinem Haus geführt. Er klagte trotz Prozessrisiko das Unternehmen.

Also wenn jemand trotz des Prozessrisikos einen Konzern wie die OMV klagt, dann macht er das nicht aus Jux und Tollerei!

Andere Menschen haben auch Schäden, aber leider nicht diesen Mut, und wagen sich nicht gerichtlich zu wehren.

Verkehrte (juristische) Welt!! Die OMV lässt als Betreiber etwas machen, und die gefährdeten Menschen müssen eine „Beweissicherung“ machen, und im Fall der Fälle unter dem horrenden Prozessrisiko auch noch den erlittenen Schaden einklagen versuchen – sprich der von der OMV beauftragten Firma einen Schaden nachzuweisen.

Warum geht es nicht umgekehrt, dass nämlich der mögliche Verursacher seine Schuldlosigkeit nachweisen muss.

Und die Schäden könnte die OMV sicher aus der „Portokassa“ zahlen. Aber nein, man legt sich quer, damit die betroffenen Menschen das Prozessrisiko bei Klagen in Kauf nehmen müssen. Oder spekuliert man sogar damit?

Ich bin schon neugierig, wie der Gerichtsgutachter in die Vergangenheit schauen kann?

Hoffentlich geht es dem Betroffenen nicht so wie einem anderen Betroffenen aus dem Bezirk Mistelbach, da hat der Gutachter in der Verhandlung sinngemäß gemeint, dass die Wahrscheinlichkeit zu 51% ist, dass es so ist wie von der OMV behauptet.

KURZ gesagt. Bei all diesen Aktionen GLAUBT DIE OMV, dass die Einhaltung von Normen ausreicht, um unschuldig zu sein, d.h. das Schadensrisiko den Betroffenen zu überlassen. Und leider folgen unserer Gerichte (mangels statistischer Grundbildung) auch immer wieder.

PS: Warum haben wir Tempo 100 auf Landstrassen (und andere Länder andere Tempos).  Und genau so ist es mit den Normen! Wer kann ausschließen, dass eine NORM (also eine willkürlich angenommene Größe) absolut sicher vor Schäden schützt?

Haben wir nicht schon oft genug in der Praxis erlebt, dass irgendwelche Normen oder Grenzwerte (wegen irgend welcher „Erfordernisse“) durch die Politik verschoben und neu festgelegt wurden?

Ich denke, JEDER NORMALE MENSCH KENNT GENUG BEISPIELE UND WEISS WAS DAVON ZU HALTEN IST.

In anderen Ländern wie z. B. in Holland ist es normale Gerichtsbarkeit, dass es zu Gebäudeschäden durch die Gasförderung kommt, und dort werden auch entsprechende Urteile gefällt.

https://m.heute.at/oesterreich/niederoesterreich/story/59218945